Mein erstes Mal „Cube of truth“

Was ist der Cube of truth?

Zugegeben, ich war mal wieder spät dran, diese neue Form der Demonstration zu entdecken. Denn genau das ist der Cube of Truth-eine Demonstration, wenn auch eine eher stille. Denn hier werden keine Parolen gerufen oder Schilder in der Luft herumgeschwenkt. Beim Cube tragen die Teilnehmer alle schwarze Kleidung. Die Teilnehmer, die im Cube stehen, tragen zusätzlich Masken-nicht um sich dahinter zu verstecken, sondern um einerseits Zuschauer auf sich aufmerksam zu machen und zum Anderen, damit sich Interessierte näher an das Informationsmaterial herantrauen. Informationsmaterial, das sind Bildschirme, auf denen Videos laufen mit Szenen aus Massentierhaltungbetrieben und ähnlichen Bildern. Die Teilnehmer, die nicht im Cube stehen, gehen auf Interessierte zu und suchen das (wertschätzende und aufklärende) Gespräch. Soweit zum Konzept des Cube of truth.

Wie es ist, im Cube zu stehen

Nachdem ich eine Woche zuvor beim Cube of truth in Bremen vorbeischaute, um mir erstmal ein Bild zu machen, stand ich am letzten Wochenende zum ersten Mal selber im Cube (jupps, ich bin die Blonde auf dem Foto, die man mit der Maske von hinten sieht). Ich hatte mich für das erste Mal bewusst entschieden, im Cube zu stehen und nicht außerhalb, weil ich erstens nicht so recht wusste, wie ich Gespräche über das Thema Veganismus und Tierquälerei führen kann, ohne emotional zu reagieren. Zweitens wollte ich die Reaktionen der Menschen beobachten, denn ich konnte überhaupt nicht einschätzen, wie die Interessenten reagieren  würden. Ich hatte tatsächlich die Befürchtung, dass es viele aggressive und unangenehmen Begegnungen geben würde. Drittens fand ich die Vorstellung reizvoll, drei Stunden schweigend in der Innenstadt zu stehen und einfach mal zu beobachten.

Nachdem ich schon total aufgeregt auf dem Marktplatz ankam, ging es dann los. Ich schnappte mir zuerst ein Schild und eine Maske und stellte mich in die Formation. Und dann ging es direkt los: ich war sehr froh, dass ich eine Maske trug, denn die erste Stunde hab ich komplett durchgeheult. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet! Die Gründe dafür waren verschieden. Denn obwohl ich in der Formation des Cube of truth ja nicht die Bilder auf den Monitoren sehen konnte, wusste ich natürlich genau, was dort zu sehen ist. Und im Allgemeinen achte ich darauf, mich nicht dauerhaft mit solchen Szenen zu beschäftigen, weil ich weiß, dass mich das sehr runterziehen kann und mich handlungsunfähig macht. Aber in diesem Moment hatte ich das Gefühl, mittendrin zu sein. Ich hätte jederzeit den Cube verlassen können, aber ich hatte garnicht das Verlangen danach.

Die Reaktionen

Der zweite Grund waren die Reaktionen der Menschen. Diese konnte ich für mich an diesem Tag ungefähr in drei Kategorien einteilen. Die ersten warfen einen flüchtigen Blick auf die Monitore und liefen schnell weiter, damit sie sich jetzt nicht damit beschäftigen müssen. Und das ist zwar schade, aber vollkommen ok. Ich selber hatte viele Jahre die Augen vor dem Leid verschlossen und wollte damit garnichts zu tun haben. Ich brauchte einfach noch ein paar Jahre, um mich damit auseinander zu setzen. Die zweite Kategorie waren Menschen, die sich wahrscheinlich schonmal damit beschäftigt hatten und stehen blieben und interessiert, aber trotzdem sehr ernst das Bildmaterial betrachteten.

Die dritte Kategorie hat mich am meisten mitgenommen: Menschen, die bisher vielleicht vermieden hatten, sich mit dem Thema auseinander zu setzen und gerade an dem Tag zu der Zeit entschieden hatten, nicht mehr wegzusehen. Während sie auf die Monitore schauten, veränderte sich der Gesichtsausdruck von Nervosität über Nicht-Glauben-Wollen bis hin zu Fassungslosigkeit und am Ende: Erkenntnis. Ganz bestimmt sind nicht alle, die an diesem Tag beim Cube of truth zugesehen haben, sofort am nächsten Tag vegan geworden. Und darum geht es auch garnicht. Klar, wäre es schön, wenn jeder Mensch sich entschließen würde, vegan zu leben. Aber am wichtigsten ist das Hinsehen, was tatsächlich zu jeder Zeit auf der Welt passiert. Man kann den Tod und den Schmerz eines jeden Lebewesens nicht schön reden. Und ich bin dankbar für jeden, der an diesem Tag entscheiden hat, hinzusehen.

Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass dies meine ganz eigenen Eindrücke des Tages sind und ich natürlich keine Gedanken lesen kann. Aber wenn man drei Stunden schweigend in der vollen City steht, macht man sich schon zwei Gedanken mehr als sonst, wenn man abgelenkt durch alles Mögliche ist.

Fazit zum Cube of truth

Während ich im Cube stand, konnte ich das ein oder andere Gespräch mit anhören und war sehr beeindruckt, was für wertschätzende und wertvolle Gespräche stattfanden. Ein Aspekt des Cube of truth ist es, Interessierten eher Fragen zu stellen als ihnen Fakten und Vorwürfe entgegen zu schleudern. Die Gemeinschaft von Anonymous for the Voiceless, die den Cube organisiert, ist für mich eine sehr angenehmen und offene Gemeinschaft, in der jeder herzlich aufgenommen wird. Wer beim Cube teilnehmen möchte, kann einfach vorbeikommen und mitmachen. Die Atmosphäre beim Cube of truth ist ruhig und wirkt eher wie eine künstlicherische Mahnwache als eine typische Demo. Ich werde auf jeden Fall noch öfter dabei sein und hoffe, dass ich beim nächsten mal ein trockenes Gesicht behalte:-)

Wer an der Veranstaltung interessiert ist, googlet einfach mal nach „Cube of truth“ oder „Anonymous for the voiceless“ in seiner Stadt. Hier in Bremen findet der Cube in der nächsten Zeit fast jede Woche statt. Und je mehr Menschen dabei sind, desto größer wird die erzielte Aufmerksamkeit.

Lokah Samastah Sukhino Bhavantu- Mögen alle Lebewesen überall glücklich und frei sein. Mögen meine Taten, Gedanken und Worte in einer Form zum Glück und Freiheit aller beitragen.

Eure Jenny

 

Was ist Yoga?

Die meisten kennen Yoga als Sportart, um einen fitten und jugendlichen Körper zu erlangen. Darüber hinaus sind auch die entspannenden Aspekte bekannt, weshalb Yoga auch oft als „Sport für Faule“ gilt. Wieder andere sehen Yoga als Religion oder sogar Sekte mit einem weißhaarigen Guru, der anderen vorschreibt, wie sie zu leben haben. Darum stellen sich viele Menschen zu recht die Frage:

Zunächst einmal ist Yoga ein sehr altes Übungssystem aus Indien. Damit verbunden ist eine bestimmte Lebensphilosophie und Art zu leben. Nicht zu verwechseln ist Yoga mit einer Religion, denn obwohl es im Yoga bestimmte „Regeln“ zu leben gibt, sind diese undogmatisch und frei von jeder Religion bzw. schließen jede Religion mit ein. Jeder kann Yoga auf seine Weise und im gewünschten Umfang praktizieren, je nachdem welche Ziele er verfolgt.

Ziele bzw. Wirkebenen des Yoga sind:

  1. Harmonisierung des Lebens: bereits mit nur einer Yogastunde pro Woche können das Immunsystem gestärkt, die Konzentration verbessert oder Schulter- und Nackenverspannungen gelöst werden
  2. Erweckung schlafender Fähigkeiten: intensive Praxis kann verborgene Fähigkeiten zum Vorschein bringen; geistige Kräfte, Charisma und persönliche Ausstrahlung erhöhen
  3. Vereinigung mit dem wahren Selbst und dem kosmischen Bewusstsein: dies ist das höchste Ziel des Yoga. Es führt zur wahren Liebe, zum Gefühl der Einheit mit allem, zur Erfahrung reinen Seins, vollkommenen Wissens und unbeschränkter Glückseligkeit

Körperliche Fitness, Entspannung und spiritueller Praxis sind nur die Wege und Werkzeuge zum jeweiligen Ziel. Und dabei muss jeder selber entscheiden, wie weit er gehen möchte und welches Ziel er verfolgt.

Grundsätzlich besteht das große Thema Yoga aus sechs Unterthemen bzw. Wegen:

  1. Hatha Yoga: umfasst alle körperorientierten Praktiken wie Asanas (Yogastellungen), Pranayama (Atemübungen) und Tiefenentspannungstechniken. Auch eine gesunde, logische Lebensführung gehört dazu
  2. Kundalini Yoga: ist der Yoga der Energie. Die Lebensenergie (Prana) kann durch Kundaliniyoga erweckt und gelenkt werden. Energiezentren im menschlichen Astralkörper, auch Chakren genannt, können harmonisiert werden. Genauso die Energiekanäle (Nadis)
  3. Raja Yoga: umfasst Techniken des mentalen Trainings und der Meditation und erklärt, wie der menschliche Geist funktioniert und beherrscht werden kann
  4. Janina Yoga: der Yoga des Wissens bzw. der Philosophie. Hierzu gehört das Studium der großen Schriften
  5. Bhakti Yoga: Yoga der Hingabe und Liebe zu Gott. Hierzu gehören Gebet, Mantra-Singen, Rituale oder das Erzählen von alten Mythen
  6. Karma Yoga: der Yoga der Tat und des selbstlosen Dienstes. Karma Yoga hilft, sich eins mit allen Wesen zu fühlen

Yogische Lebensführung

Ein wichtiger Aspekt in der Yoga-Philosophie ist die Gewaltlosigkeit, Ahimsa. Da nach dem Weltbild des Yoga alle Lebewesen miteinander verbunden sind, ist ein respektvoller und gewaltloser Umgang mit jedem Lebewesen essentiell. Nicht nur deshalb wird im Yoga eine vegane und ethisch vertretbare Ernährung angestrebt. Zudem wird nur eine vegane Ernährung als rein (sattwig) angesehen und unterstützt den Körper so optimal bei der Erreichung jedes der durch Yoga angestrebten Ziele.

Wie man sieht, ist Yoga weitaus mehr als eine Sportart und alles andere als eine Religion. Es gibt unzählige Bücher über Yoga und genauso viele verschiedene Wege, Yoga zu praktizieren. Es gibt nicht den einen Weg. Aber alles haben alle Yogarichtungen gemeinsam: Yoga muss regelmäßig praktiziert werden, um zu wirken. In welchem Umfang man übt und wie weit man in das große Thema des Yoga eintaucht, muss jeder für sich selber entscheiden. 

Om Namah Shivaya, Jenny

Achtung, hochsensibel!

Warum ich manchmal einfach Pause brauche

Hallo zurück und sorry, dass du wieder einmal so lange auf einen neuen Blogpost warten musstest. In letzter Zeit war viel zu organisieren und zu klären und ich bin jemand, dem dies manchmal etwas nachhängt. Der Grund dafür hängt mir dem heutigen Thema zusammen: Hochsensibilität. Vielleicht hast du schonmal von diesem Thema gehört, denn gerade in letzter Zeit gibt es relativ viele Menschen, die sich darin wieder erkennen. Und ich bin eine von diesen hochsensiblen Menschen, wie ich im Laufe der letzten Jahre herausfinden dürfte. Aber was genau bedeutet es, hochsensibel zu sein?

Eine viel zu laute Welt

Hochsensible nehmen ihre Umwelt intensiver wahr. Bei mir ist es tatsächlich nicht immer gleich. Es gibt Tage, da ist es mehr und Tage, da ist es weniger intensiv. Als Beispiel: ich sitze mit meinem Freund in einem Café und wir unterhalten uns. Die meisten würden sich ganz auf den Gesprächspartner konzentrieren und zuhören können. Bei mir ist es so, dass ich parallel wahrnehme, wie viele Menschen um uns herum sind, wie diese Menschen aussehen, wie sie sich bewegen, worüber sie sich unterhalten. Und bevor du jetzt sagst: Ist doch super,dir entgeht eben nichts. So einfach ist das leider nicht. Das Gehirn kann nur einen gewissen Teil an Informationen verarbeiten. Und dann ist das Problem der Hochsensibilität, dass ich hinterher nur noch die Hälfte vom Gespräch im Gedächtnis habe, keine Person, die dort war wirklich beschreiben könnte und im schlimmsten Fall müde und mit Kopfschmerzen zuhause ankomme.

Generell hatte ich schon immer das Gefühl, dass mir die Welt zu laut ist. Und das schwierige daran ist, dies anderen Menschen klar zu machen. Hintergrundgeräusche sind für mich unerträglich. Wenn also der Fernseher nebenbei läuft oder jemand Videos mit Ton auf seinem Handy guckt, bekomme ich schon fast Panik, weil es mir einfach zuviel ist. Und in einer Welt wie heute gibt es leider so gut wie überall Geräusche. Die Ohren haben niemals wirklich Pause.

pixabay.com, Gerd Altmann

Stimmungen spüren

Ok, jetzt wird’s etwas esoterisch, sorry dafür:-) Aber eins der Merkmale von hochsensiblen Menschen ist, dass sie Stimmungen spüren können. Gerade bei nahestehenden Menschen spüre ich ziemlich genau, was mein Gegenüber gerade empfindet. Ich kann da garnichts gegen tun. Wenn zum Beispiel zwei Menschen einen stillen Konflikt austragen, kann ich quasi die Spannung spüren und werde nervös. Das ist mit Abstand die für mich unerträglichste Situation, aus der ich mich auch so schnell wie möglich abgrenze.

Ein Vorteil an diesem Aspekt ist, dass ich häufig anderer Menschen Stimmungen in Worte fassen kann, auch wenn sie es selber nicht können. Dies hilft mir oft in meiner Beratungspraxis weiter, denn indem ich frage, ob es sein kann, dass diese Person beispielsweise gerade unter besonderem Stress steht, kann ich der Person helfen, die Ursache hierfür zu erkunden und eine Lösung zu finden.

Unstimmigkeiten erkennen

Ein etwas schwieriger Vorteil von Hochsensibilität ist, dass ich sofort erkenne, wann mich jemand anlügt oder mir einen Bären aufbinden möchte. Ja, das ist einerseits ein Vorteil und ich reagiere auch entsprechend darauf. Allerdings ist schwierig, der anderen Person quasi ohne handfeste Beweise klarzumachen, dass man sich gerade für dumm verkauft fühlt. Weil letztendlich habe ich ja „nur“ mein Gefühl. Trotzdem hat mich genau dieses Gefühl schon sehr oft vor Fehlern bewahrt und darum bin ich glücklich, diese Gabe zu besitzen.

Weitere Eigenschaften von Hochsensiblen

Laut Definition gibt es noch weitere Eigenschaften von Hochsensibilität wie:

  • ausgeprägte subtile Wahrnehmung (vielschichtige Fantasie und Gedankengänge)
  • erhöhte Schmerzempfindlichkeit
  • detailreiche Wahrnehmung
  • hohe Begeisterungsfähigkeit, sehr vielseitige Interessen
  • hohe Eigenverantwortung und Wunsch nach Unabhängigkeit
  • sehr ausgeprägtes Langzeitgedächtnis
  • psychosoziale Feinwahrnehmung (Befindlichkeiten, Stimmungen und Emotionen anderer Menschen werden leichter und detaillierter erkannt)
  • stärker beeinflussbar durch Stimmungen anderer Menschen
  • ausgeprägtes intuitives Denken, häufig verbunden mit der Fähigkeit zu lateralem und multiperspektivischem Denken
  • gleichzeitige Wahrnehmung vieler Details einer Situation bei hoher Verarbeitungs- und Verknüpfungstiefe kann u. U. neue Wahrnehmungsbereiche und ungewöhnliche Zusammenhänge oder Sichtweisen erschließen
  • langer emotionaler „Nachklang“ des Erlebten
  • Denken in größeren Zusammenhängen
  • ausgeprägter Altruismus, Gerechtigkeitssinn, starke Werteorientierung
  • Harmoniebedürfnis, Gewissenhaftigkeit, Verantwortungsbewusstsein
  • Intensives Erleben von Kunst und Musik
  • Neigung zu Selbstkritik und Perfektionismus
  • meist vielschichtige komplexe und stabile Persönlichkeit

(Quelle: Wikipedia)

Das klingt jetzt alles sehr hochgestochen und übermenschlich, aber ich denke, dass sich mehr Menschen darin wiedererkennen und vielleicht kannst auch du dein Denken und deine Welt ein wenig besser verstehen.

Hochsensibilität: eine Gabe, keine Krankheit

Ganz wichtig ist, dass du weißt, dass Hochsensibilität keine Krankheit ist, sondern eine Mischung an Eigenschaften. Ich würde es sogar eher als Gabe bezeichnen. Lange habe ich mir immer den Vorwurf anhören müssen, dass ich ja „so empfindlich“ bin und dadurch gedacht, dass wäre etwas schlimmes, was ich mir abtrainieren muss. Mittlerweile weiß ich, dass dieses Denken aus einer anderen (schlimmen) Zeit kommt und dass es eher die Härte ist, die sich Menschen abgewöhnen sollten, wenn sie sich und andere Menschen wieder spüren wollen. Heute bin ich stolz, hochsensibel zu sein und was mir dabei sehr geholfen hat, ist dieser Podcast: Proud to be Sensibelchen.

Für sich selbst sorgen

Was machst du, wenn du nun weißt, dass du hochsensibel bist? Für dich ist es besonders wichtig, dass du dich abgrenzen kannst. Nur du kannst wissen, was gut für dich ist und da solltest du dir auf keinen Fall von jemandem reinreden lassen, der schonmal keine Ahnung hat, was in dir vorgeht. Tausche dich gern mit anderen Hochsensiblen aus, um herauszufinden, wie sie damit umgehen. Bestehe auf deine Pausen im Alltag. Umgebe dich mit Menschen, die dir gut tun. Denke dran, dass negative Menschen dir jedes Mal etwas von ihrer Negativität übertragen und es dir hinterher vielleicht tagelang schlecht geht, ohne dass es dabei überhaupt um dich selber geht.

Und für alle, denen die Welt mal wieder viel zu laut ist, habe ich noch einen super Buchtipp: „Stille-ein Wegweiser“ von Erling Kagge. Kleiner Spoiler: wenn du es in der Hand hast, nimm mal den Schutzumschlag ab und sieh dir das Buchcover an:-)

Lass es dir gut gehen, Jenny

Der Weg des Yoga im Alltag

Aller Anfang ist…leicht

Wow, die Zeit rennt. Nun bin ich schon über einen Monat in der Yogalehrerausbildung bei Yoga Vidya. Und da ich ja schon einige Erfahrung im Yoga habe, ging es mir zu Beginn zu langsam und jetzt, wo ich ja auch schon mein erstes Intensiv-Wochenende hinter mir habe, merke ich, dass ich in der Zeit schon unglaublich viel gelernt habe. Auch meine eigene Praxis wird besser und regelmäßiger. Was genau heißt das jetzt? Wie genau geht der Yoga-Weg? Und wie macht man „richtig“ Yoga?

Die meisten kennen Yoga als typische Körperübungen, die Asanas. Dieser Trend, Yoga als reine Sportart zu degradieren, kommt hauptsächlich aus Amerika bzw. wurde für die westliche Leistungsgesellschaft erfunden. Yoga ist und bleibt im Kern spirituell und nicht rein körperlich. Und spätestens bei dem Wort „spirituell“ steigen die meisten Menschen in unserer Leistungsgesellschaft aus. Aber wenn du dir die Pfade des Yoga mal genauer ansiehst, wirst du merken, dass alle Anteile für jeden umsetzbar sind. Und damit wären wir wieder bei „richtig“. Im Yoga gibt es kein richtig und falsch-es gibt nur den Weg, der für dich passt. Aber ich fang erstmal an, die sechs Yoga-Wege genauer zu erklären.

Meditieren auf Bali

Hatha Yoga

Hatha bedeutet übersetzt so etwas wie Anstrengung oder Bemühung und ist der Oberbegriff für den körperlichen Yoga. Hierzu gehören z.B.  Körperübungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama), Tiefenentspannung (Shavasana) und Ernährung. Also, alles was direkt mit dem Körper zu tun hat.

Im traditionellen Yoga sind das eben die typischen Asanas, die jeder von Yoga kennt und bestimmte Atem- und Entspannungstechniken. Auch eine ganz bestimmte vegetarische oder auch vegane Ernährung gehört dazu. All das dient dem Ziel, den Körper optimal zu versorgen und gesund zu erhalten. Dies ist quasi das Fundament für alle anderen Yoga-Wege, ohne einen gesunden Körper kannst du die anderen Schritte so gut wie garnicht erreichen.

Wenn du jetzt so garnichts mit den Asanas anfangen kannst, kann der Weg des Hatha Yoga für dich auch anderes körperliches Training sein. Aber es sollte dich schon herausfordern. Die Asanas sind oft in ihrer Ausführung kompliziert und anstrengend. Und genauso sollte sich das körperliche Training anfühlen. Wie gesagt, Hatha=Anstrengung. Wie du diesen Weg gehst, ist also dir überlassen. Du merkst, dass du dich in die richtige Richtung bewegst, wenn dein Körper sich positiv verändert, du dich fit und frisch fühlst und vielleicht merkst du auch, dass du nicht mehr krank wirst oder nicht deutlich schneller erholst als du es gewohnt bist. Ich selber konnte für mich eine erstaunliche Wirkung von Pranayama auf Migräne beobachten, die mir von einer anderen Teilnehmerin aus der Gruppe ebenfalls bestätigt wurde. Mehr dazu erzähle ich euch ein anderes Mal, wenn ich über Pranayama schreibe.

Kundalini Yoga

Kundalini Yoga ist der Weg der Energie. Im klassischen Yoga gibt es das Bild der Chakras als Energiezentren und der Nadis als Energiekanäle. Die traditionelle chinesische Medizin arbeitet mit einem ganz ähnlichen Bild. Im Yoga wird mithilfe verschiedener Techniken daraufhin gearbeitet, die Energien im Körper zu lenken und das Energieniveau zu erhöhen. Diese Techniken sind Hatha Yoga, Mantra Yoga (das Wiederholen von Mantras) und Pranayama. Hier siehst du, dass die Yoga-Wege ineinander greifen und warum der Hatta-Yoga so wichtig ist.

Im Alltag kann das bedeuten, dass du gut auf deine Energie als Ressource acht gibst. Ich habe ja bereits einmal über Energie als Ressource geschrieben, den Blogpost findest du hier. Während im traditionellen Yoga die oben erwähnten Techniken genutzt werden, kannst du genauso gut auf Pausen im Alltag achten. Genauso wichtig ist es, mit wem du dich umgibst: hast du mehr mit positiven Menschen zu tun, die dich nähren oder eher mit negativen Menschen, die dich runterziehen? Natürlich spielen auch hier wieder körperliches Training und gute Ernährung eine große Rolle. Fang an, eine Liste zu schreiben, welche Dinge im Leben dir Energie geben und konzentriere dich auf diese Dinge.

Raja Yoga

Einer meiner Lieblingsthemen und der Raja Yoga, die Kontrolle des Geistes. Und gerade für mich ist es einer der schwierigsten Wege. Sowohl im Alltag oder auch in der Meditation ist es für mich oft nicht einfach, den Geist zur Ruhe zu bringen. Noch schlimmer waren die Wachphasen in der Nacht, in denen ich über alles grübelte, was ich jetzt gerade sowieso nicht ändern kann.

Raja bedeutet König oder Herrscher. Wir können uns bewusst machen, dass wir der Herrscher über unsere Gedanken sind.  Und zwar nicht mit der Brechstange. Wie oft hab ich mich zum Meditieren hingesetzt und bin nach 5 Minuten wieder faulig aufgestanden, weil meine Gedanken einfach nicht ruhig sein wollten. So geht es natürlich nicht, ein guter Herrscher ist immer liebevoll. So kann es in der Meditation helfen, kommende Gedanken kurz zu beobachten und dann auf eine Wolke zu setzen und sanft wegzupusten.

Im Alltag kann das für dich bedeuten, dass du dich im Hier und Jetzt befindest. Du konzentrierst dich auf die Aufgaben und Gedanken, die jetzt wichtig sind und alles andere bekommt seine Zeit. Nachts über unerledigte Aufgaben zu grübeln, ist unangemessen-setz diese Aufgaben auf eine Wolke, puste sie weg, schlaf ein und kümmere dich am nächsten Tag um diese Aufgaben.

Raja Yoga wird wird zur Unterstützung nochmals in acht Stufen unterteilt, wie z. B. Gewaltlosigkeit, Ethik, Zielstrebigkeit und Hingabe.

Jnana Yoga

Janina bedeutet Wissen und beschreibt den philosophischen Weg des Yoga. Es geht um das Studium der alten indischen Schriften, Selbsterkenntnis und den Sinn des Lebens. Es geht also um das Wissen um den Menschen an sich und seine Rolle als Mensch in der Welt. Um eben verschiedene Ansätze zu lernen, gilt es, Bücher zu lesen von Menschen, die sich intensiv damit beschäftigt haben. Im klassischen Yoga sind dies die alten indischen Schriften, z.B. die Veden oder die Sutras.

Im Alltag können dies auch Schriften von Philosophen sein oder Bücher über Persönlichkeitsentwicklung. Es kann die Bibel oder der Koran sein. Im besten Fall ist es eine Mischung aus allen Richtungen, damit du dir für dich das passende Bild machen kannst. Auch hier gibt es kein richtig oder falsch. Es geht darum, ein Leben im Einklang mit allen Lebewesen zu finden und zu verstehen, dass wir alle irgendwie zusammen gehören und trotzdem auf liebevolle Weise unseren Weg gehen dürfen.

Die Philosophie hinter dem Jana Yoga ist die Vedanta-Philosophie, über die ich auch nochmal extra schreiben werde.

Karma Yoga

Karma Yoga ist der Weg des selbstlosen Handelns. Dies klingt einfacher als es ist. Für fast jeden Menschen ist klar, dass Gutes tun kann, indem man etwas Gutes für andere tut. Sei es ehrenamtlicher Dienst, gemeinschaftliche Arbeit oder einem Lebewesen in einer schwierigen Situation zu helfen. Für die wenigsten ist klar, dass es erst Karma Yoga ist, wenn man nichts dafür zurück erwartet. Und mit nichts meine ich nichts-kein Lob, keine Anerkennung, nichtmal die Freude auf der anderen Seite. Karma Yogis tun Dinge einfach, weil sie getan werden müssen.

Gerade in der heutigen Zeit würde uns als Gesellschaft mehr Karma Yoga voran bringen. Es gibt zu Zeit viele Menschen, die Hilfe gebrauchen können. Sie wollten nichts dafür leisten müssen oder auf eine bestimmte Art auf diese Hilfe reagieren müssen. Jedes Lebewesen hat Karma Yoga verdient-als Geburtsrecht.

Ein Gesetz des Karmas sagt, dass wir selbst erschaffen, was und geschieht. Puh, gegen dieses Gesetz der Anziehung habe ich mich lange gewehrt. Und so war ich die meiste Zeit meines bisherigen Lebens in der Opferrolle-übel anstrengend kann ich sagen. Mittlerweile hab ich verstanden, dass Ereignisse im Leben weder Belohnung noch Bestrafungen für irgendetwas sind, sondern Aufgaben und Möglichkeiten zum Wachsen.

Wie kannst du heute noch Karma Yoga leben?Kleiner Tip: manchmal reicht ein ehrliches Lächeln für jemanden, der es nicht erwartet hat.

Bhakti Yoga

So, jetzt wird richtig spirituell, denn Bhakti ist die Hingabe an Gott. Mit Gott ist meiner Auffassung nach nicht ein alter, weißbärtiger Mann im Himmel gemeint. Darum nutze ich auch lieber den Ausdruck Universum. Das Universum in uns oder unser höheres Selbst. Und Bhakti Yoga ist alles, was wir dem Universum widmen. Im klassischen Yoga sind dies Mantra-Gesänge, Gebete und Rituale. Wer schonmal im asiatischen Raum war, besonders Indien, Indonesien, Thailand, weiß, dass Bhakti Yoga dort noch sehr viel stärker vertreten ist. Tempelzeremonien, Opfergaben und Räucherstäbchen sind dort Alltag. In christlichen Gebieten sind dies Gottesdienste oder Messen.

Im Alltag kann dies sehr viel kleiner aussehen. Wenn du dir in Ruhe einen Tee kochst oder dir Kerzen anzündest, kann dies schon Bhakti Yoga sein. Viele Menschen habe mittlerweile ein Morgenritual, um mit einer bestimmten Stimmung den Tag zu starten. Alles, was du in Ruhe und mit Hingabe für dich tust, ist Bhakti Yoga.

Yoga im Alltag leicht gemacht

Du siehst also, dass Yoga sehr wohl gut im Alltag unterzubringen ist, obwohl er in seinem Ursprung viel intensiver und spiritueller ausgelegt ist. Der große Yogameister Swami Sivananda sagte: „Ein Gramm Praxis ist besser als Tonnen Theorie.“  Also, selbst wenn du nur ein bißchen diesen Weg gehen willst, kann dich das schon unglaublich weit bringen. Das Ziel des Yogas ist schließlich, bei sich selbst anzukommen, zu verstehen, was im Leben zählt und zu erfahren, dass alles Leben auf der Welt eins ist. Ich hoffe, du konntest die ein oder andere Inspiration für dich mitnehmen.

Namaste, eure Jenny

Tausche Haarnetz gegen Selbstverwirklichung

Mein Weg zur Selbstverwirklichung

Tja, und manchmal passieren Dinge dann eben schneller als gedacht. Wie einige von euch wissen, habe ich eine Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik gemacht und in den letzten Jahren hauptberuflich als Maschinenführerin gearbeitet. Schon seit einiger Zeit hat mich diese Tätigkeit einfach nicht mehr erfüllt und durch die Schichtarbeit auch immer mehr ausgelaugt. Zum Glück hatte ich bereits Anfang 2015 die Idee, eine Zusatzausbildung als Ernährungsberaterin zu machen. Dieser Beruf hatte mich schon ewig interessiert, aber als ich mich für das Fernstudium einschrieb, wusste ich eigentlich nicht so ganz genau, was ich eigentlich später damit machen kann. Mittlerweile haben sich viele tolle Chancen und Kooperationen aufgetan und ich bin glücklich über diese Möglichkeit der Selbstverwirklichung.

In meiner letzten Firma, in der ich als Maschinenführerin gearbeitet habe, stand schon einige Zeit fest, dass mein Vertrag Ende 2018 enden wird. Bin ich traurig darüber?Nicht wirklich, obwohl ich schon den ein oder anderen Kollegen vermissen werde. Aber ich sehe dies als neue Chance, endlich zu tun, was zu mir passt. Überraschenderweise wurde mir dann am Freitag spontan mitgeteilt, dass das schon mein letzter Arbeitstag sei. Naja, und erstmal war ich ganz schön baff, weil ich natürlich mit noch ein paar Tagen gerechnet hatte und mich gern in Ruhe verabschiedet hätte. Aber dann habe ich es für mich als Zeichen gedeutet, dass mir noch einmal ganz deutlich gezeigt wird, was ich im Leben nicht möchte: Fremdbestimmtheit.

Mein (untypischer) Weg zum Yoga

Ich war Anfang 20, als ich das erste Mal wirklich selber mit Yoga in Berührung kam. Ich hatte natürlich viel davon gehört und meinte auch, eine Vorstellung zu haben, was Yoga ist…und in Wirklichkeit hatte ich sowas von garkeine Ahnung. Jedenfalls war mein erster Yogakurs einer, der von meiner Krankenkasse angeboten wurde. In dem Kurs machten wir damals hauptsächlich die typischen Körperübungen und eine abschließende Tiefenentspannung, bei der ich regelmäßig einschlief. Obwohl der Kurs wirklich entspannend war, beschloss ich zu dem Zeitpunkt, dass Yoga nichts für mich ist. Sich komisch verbiegen und dabei nichtmal ins Schwitzen kommen-was soll denn das?

Und doch ließ es mich nicht los. Ich muss dazu sagen, dass ich immer gern getanzt habe. Ich habe in meiner Jugend viel Jazzdance gemacht und später Cheerleading. Für beides braucht man letztendlich relativ gute Flexibilität. Und jetzt ratet mal, welche Übungen wir dafür im Training vorwiegend gemacht haben?Richtig, Yoga.Ohne es zu wissen, hatte ich schon Jahre davor Körperübungen aus dem Yoga gemacht und sogar Spaß daran gehabt. Ich kam darauf, dass ich vielleicht einfach ein Mensch bin, der nicht gern Dinge ohne festes Ziel tut.

Ernährung

Während ich dann in den nächsten Jahren im Training und zuhause selber die Körperübungen machte, baute sich alles andere das Thema Yoga unbemerkt von allein auf. Ich hatte schon immer ein großes Herz für Tiere und wollte bereit als Kind Vegetarierin werden. Leider kam ich in der Sache mit meinem Vater ins Gehege und habe selber nicht die Kraft aufgebracht, das einfach trotzdem durchzuziehen. 2010 kam ich dann durch langjährige Krankheit wieder darauf, vegetarisch bzw. sogar vegan zu leben. Wo ich vorher nicht die Kraft und das Durchhaltevermögen hatte, war zu dem Zeitpunkt der Leidensdruck so groß, dass ich sogar einen Tag vor Weihnachten 2009 startete, tierische Produkte zu meiden. Einer der besten Entscheidungen meines Lebens-und ein Aspekt des Yoga, wie ich heute weiß.

Meditation

„Jenny, du träumst schon wieder“ Wie oft habe ich diesen Satz hören müssen. Für mich war dieses „Träumen“ immer eine Auszeit für mich, eine Möglichkeit im Trubel in mich zu kehren. Ok, zugegeben: in der Schule hätte das nicht unbedingt sein müssen:-) Aber dazu muss ich sagen, dass ich auch lange Zeit zum dissoziieren geneigt habe und es in schwierigen Situationen auch heute noch tue. Meditation ist etwas anderes, sie ist ein bewusst gewählter Zustand. Ich nannte es damals nicht Meditation, sondern übernahm das Wort „Träumen“. So saß oder lag ich manchmal einfach auf meinem Bett und „starrte vor mich hin“, wie ich mir ebenfalls öfter anhören musste. Aber ich schöpfte daraus Kraft und die Fähigkeit, mich jederzeit fokussieren zu können. Dass Meditation ebenfalls zum Yoga gehört, weiß ich sogar erst seit ein paar Jahren, seit ich öfter mal im Yogastudio geübt habe.

Es gibt noch einige Bereiche, die aus dem Yoga kommen und die ich schon seit Jahren lebe, aber dazu werde ich später noch schreiben.

Weg mit dem Haarnetz, her mit der Yogamatte

Ok, bei meinem letzten Arbeitgeber musste ich zwar kein Haarnetz tragen, aber die Jahre davor schon und daher verbinde ich es so sehr mit meinem bisherigen Beruf.  Und was hat das jetzt mit Yoga zu tun?

Diese Woche startet meine Ausbildung zur Yogalehrerin bei Yoga Vidya. Ich habe sehr lange überlegt, ob ich diese Ausbildung mache und vor allem, wieviele Stunden. Ich hatte mir sogar schon die Unterlagen von der Fernschule zuschicken lassen, weil ich ja durch den Schichtdienst nicht regelmäßig an etwas teilnehmen konnte. Aber per Fernstudium sah ich keinen Sinn darin, da Yoga ja doch schon einen großen Praxisanteil hat. Ein paar Tage nachdem feststand, dass ich die Firma verlassen werde, gab es einen Info-Abend bei Yoga Vidya in Bremen und schon an dem Abend habe ich mich so wohl und geborgen gefühlt, dass  es sich einfach richtig anfühlte, mich anzumelden.

Ja, ihr merkt schon, dieses Jahr wird viel passieren in Sachen Selbstverwirklichung. Oder wie die Beatles es sagten „It´s getting better all the time“

 

Namaste, eure Jenny

Vorsätze vs. Ziele

Was Dich wirklich voranbringt

Es ist mal wieder soweit, ein Jahr ist um und das neue Jahr kommt in großen Schritten näher. Für viele von uns ist dieser neue Zeitabschnitt ein Grund, sich neue Ziele vorzunehmen. Oder doch eher „nur“ Vorsätze? Wo genau liegt der Unterschied zwischen beidem? Und warum nehmen sich soviel von uns jedes Jahr dasselbe vor und schaffen es nicht, durchzuhalten? Darum soll es heute in meinem neuen Blogpost gehen.

Photo: helloimnik, unsplash.com

Vorsätze sind schwammig, Ziele konkret

„Ich möchte abnehmen“, „Ich möchte mehr Sport machen“ oder „Ich möchte Stress vermeiden“-alle diese Vorsätze haben eins gemeinsam: sie sind schwammig. Um echte Ziele daraus zu machen, müssen wir sie konkretisieren. Das heißt im Klartext: Wieviel genau möchte ich abnehmen?Bis wann will ich dieses Ziel erreichen?Und vor allem: welche Schritte werde ich jeden Tag unternehmen, um mein Ziel zu erreichen?

Warum ist das wichtig? Wenn wir ein Ziel nur grob umreißen, signalisieren wir uns von Anfang an selber, dass es eigentlich garnicht so wichtig ist. Außerdem haben wir keinen Fahrplan, an dem wir uns entlang arbeiten können. Jedes aufstrebende Unternehmen hat einen konkreten Plan und das hat seine Berechtigung. Man kann nach und nach Schritte abhaken, die man erledigt hat und kann zusehen, wie man sich seinem Ziel nähert. Und das motiviert ungemein.

Vorsätze kommen oft von außen, Ziele von innen

Sind deine Ziele wirklich deine eigenen? Willst du wirklich abnehmen oder hast du diesen Vorsatz von jemand anderen übernommen? Willst du vielleicht in Wirklichkeit beruflich weiterkommen oder dich sogar komplett verändern? Um wirklich etwas zu erreichen, musst du es selber wollen, denn sonst bleibst du nicht dran und verschwendest nur deine Zeit und Energie.

Also, entscheide dich ganz in Ruhe und für dich, was du im nächsten Jahr erreichen möchtest und ob es dich persönlich voran bringt. Im Idealfall hast du heute in einem Jahr nicht dieselben Ziele wie heute, sondern neue und größere.

Vorsätze sind gesellschaftsfähig, Ziele manchmal unvernünftig

Um wirklich etwas zu erreichen, sollten Ziele möglichst immer ein bißchen höher gesteckt werden als eigentlich nötig. Denn nur, wenn wir uns strecken müssen, werden wir daran wachsen. Wenn dich an Silvester jemand nach deinen Vorsätzen fragt, sagst du vielleicht nicht, dass du einen Marathon laufen möchtest, obwohl du in deinem Leben noch nie Laufschuhe an den Füßen hattest. Und das musst du auch garnicht öffentlich sagen. Aber für dich solltest du ein Ziel setzen, was so hoch und so weit weg ist, dass es dir gleichzeitig Angst macht und dich begeistert. Wenn du dann bis Jahresende „nur“ 10km schaffst-Glückwunsch,du bist schonmal weiter gekommen als zuvor.

Und gerade weil echte Ziele oft so unrealistisch erscheinen, solltest du überlegen, wem du davon erzählst. Denn leider sind die meisten Menschen keine Zielsetzer, sondern Vorsatzprediger. Und diese können oft echte Ziele nicht verstehen, denn:

Nur Zielsetzer erkennen echte Ziele an

Und so ist es. Immer, wenn ich mit wirklich erfolgreichen Menschen über meine Ziele spreche, entsteht ein super inspirierendes Gespräch daraus. Oft sogar eine interessante Kooperation. Vorsatzprediger sind dagegen „realistisch“ und „vernünftig“ und „können ja nicht, weil…“ oder wie ich es sagen würde: sie haben niemals ihre Komfortzone verlassen und kennen daher ihre Möglichkeiten nicht. Sie sind in ihrem Denken beschränkt und wissen es nichtmal selber. Echte Zielsetzer haben gleich nach dem Erreichen eines Zieles ein neues, größeres Ziel, was sie wirklich voranbringt.

Von daher solltest du dir überlegen, ob die Silvestergesellschaft die richtige Runde ist, um deine Ziele für das nächste Jahr preiszugeben. Oder ob du dir für heute erstmal ein paar Alibi-Vorsätze zurechtlegst und deine Ziele eher deinem Visionboard anvertraust.

Mache das nächste Jahr zum besten deines Lebens

Und das jedes Jahr wieder. Überlege konkret, was du wirklich willst und vor allem, ob du es willst. Schreib es auf und mache dir einen Masterplan. Und vor allem: mache immer weiter. Wenn es mal einen Tag nicht klappt, dann ist es eben nur ein Tag, am nächsten Tag geht es weiter. Keiner lebt dein Leben für dich, das kannst nur du:-)

Einen guten Rutsch und ein erfolgreiches 2018 wünscht euch eure Jenny

Ängste überwinden lohnt sich

Auf der reise zu mir selbst

Jetzt habt ihr schon einen ganzen Monat nichts mehr von mir gehört. Der Grund ist, dass ich auf Reisen war. Ich war auf Bali-soweit weg wie noch nie zuvor in meinem Leben. Und ja, ich hatte im Vorfeld unglaublich viele Ängste zu überwinden: vor einem Vulkanausbruch,exotischen Krankheiten,Verpassen des Fliegers…  Tatsächlich gab es einen Zeitpunkt vor der Reise, an dem ich alles stornieren und wieder in meine Komfortzone zurück kriechen wollte. Aber ich habe es trotzdem getan-und es hat sich dreifach bezahlt gemacht.

Ängste vor der Reise

Ich muss dazu sagen, dass der ganze Trip auf meinen Mist gewachsen ist. Letztes Jahr im Sommer saß ich mit meiner besten Freundin am Werdersee und erzählte ihr, dass ich im nächsten Jahr nach Bali fliegen werde. Zu dem Zeitpunkt hatte ich keine Ahnung, ob ich das bezahlen kann. Ich hatte auch noch nie zuvor selber eine Flugreise gebucht, schon garnicht so weit weg. Und mein Partner war zu der Zeit noch überzeugt, dass ihr nie und nimmer ein Flugzeug besteigen und schon garnicht Deutschland verlassen wollte.

Trotzdem wusste ich einfach, dass es sein musste. Ich sah mir fast jeden Tag Reisevideos auf YouTube an oder schaute zum xten Mal „Eat Play Love“.Alles, was ich dort sah, entfachte eine Sehnsucht in mir, die fast schon manische Züge hatte. Also, beschloss ich erstmal für mich, dass ich nach Bali wollte.

Ein paar Wochen später rang ich mich dann dazu durch, meinem Partner davon zu erzählen. Ich sagte einfach: „Schatz,ich möchte nächstes Jahr wegfliegen-weit weg. Mit dem Flugzeug und es soll auf alle Fälle ein Land sein, in dem deutsch nicht die Hauptsprache ist“ Damit fielen gewisse Touristenhochburgen schonmal weg. Und ich sagte: „Ich muss nur von dir wissen, ob du mitkommen möchtest oder nicht.Sonst musst du dich um nichts kümmern“ Und er sagte schlicht: „Ok“. „Und wohin möchtest du?“, fragte ich. Und er sagte: „Bali?“ Und nein, er wusste bis dahin nichts von dem Gespräch zwischen mir und meiner besten Freundin.

Damit war die Sache beschlossen.Und es fügte sich immer mehr: das Geld kam unerwartet (Gesetz der Anziehung) und die Buchung war garnicht so schlimm wie ich befürchtet hatte.

Ängste überwinden lohnt sich

Vulkane und andere Schwierigkeiten

Viele von euch werden es mitbekommen haben, dass seit einiger Zeit der Vulkan Mount Agung erhöhte Aktivitäten aufweist. Sowas hört man natürlich nicht gern kurz vor seiner Reise und viele haben ihren Urlaub storniert, aus Angst vor einem Ausbruch. Das kam für mich garnicht in Frage. Ich informierte mich, ob es bei einem möglichen Ausbruch trotzdem eine Landemöglichkeit gäbe und schlimmstenfalls hätte man auf Java landen müssen. Also, flogen wir trotzdem-und hatten einfach eine wundervolle Zeit, während wir verfolgt haben, dass in Deutschland so heftige Stürme herrschten, dass es mehrere Verletzte gab. Wieder einmal hatte es sich gelohnt, die Angst nicht siegen zu lassen.

Übrigens: am Tag unserer Abreise nach Bali wurde quasi bei uns um die Ecke eine Bombe entschärft-irgendwie wollte das Universum unbedingt unsere Geduld testen:-)

Wenn ich zurückblicke, auf welche Gefahren uns vor der Reise hingewiesen wurde, müssten wir statistisch jetzt tot sein. Ja, wir haben alles (vegetarische) gegessen-in einheimischen Warungs. Ja, wir haben in Homestays gewohnt. Ja, wir haben uns tätowieren lassen (und es ist verdammt gut geworden). Nein, wir haben uns nicht jede Impfung geholt, die es auf der Welt gibt. Und ja-ich war tauchen, ohne vorher den Arzt um Erlaubnis zu fragen. Wir haben das balinesische Militär beim Üben getroffen und wir haben Fischer mit scharfen Harpunen am Strand gesehen. Wir haben unsere Ängste überwinden können. Und sind mit mit vielen Erfahrungen, traumhaften Erinnerungen und persönlichem Wachstum zurückgekehrt.Und mit viel zuviel Fernweh.

Terima kasih, eure Jenny

Die drei wichtigsten Währungen des Lebens

Nachdem ich mal einige Zeit für mich brauchte, bin ich nun wieder da. Und ich habe mir etwas sehr wertvolles gekauft-bisher wahrscheinlich das beste, wofür ich jemals Geld ausgegeben habe. Aber dazu später mehr. Heute möchte ich euch etwas über Währungen erzählen. Nein, nicht Euro und Dollar-das wäre mir an dieser Stelle zu trocken. Es geht um die wirklich wichtigen und absolut begrenzten  Währungen des Lebens:

1. Energie

Eigentlich ist Energie ein viel zu großes Thema, um bloß einen kleinen Abschnitt darüber zu schreiben. Aber ich denke, jeder hat zumindest eine Idee, was mit Energie gemeint ist und wie es sich anfühlt, zu wenig davon zu haben. Mal fühlen wir uns energiegeladen, mal geht uns sprichwörtlich die Puste aus.

Wovon hängt unser Energielevel ab? Ich könnte jetzt ganz wissenschaftlich etwas über Kalorien und biochemische Vorgänge erzählen und im natürlich ist auch Ernährung ein großer, wichtiger Faktor. Aber darum soll es heute nicht gehen. Zwei ganz großartige Coaches, die ich bereits mehrmals in meinen Artikeln erwähnt habe, haben mich gelehrt, dass spürbar sehr viel mehr Energie frei wird, wenn man seine Gedanken steuert. Jeder kennt das, wenn man sich wirklich auf etwas freut, beispielsweise ein Urlaub: man ist richtig aufgeregt und es fällt superleicht , alles zu organisieren und vorzubereiten, wo man im Alltag vielleicht nichtmal die Energie zum Einkaufen gefunden hat.Wenn wir positive Gedanken und Gefühle in unser Leben lassen, holen wir uns auch Energie in unser Leben und laden unsere Batterien auf.

Andererseits gibt es eben auch die Energiesauger und Energievampire. Energiesauger sind negative Gedanken, Grübeln und Sorgen-außerdem sind sie absolut nicht hilfreich. Ich habe noch nie einen Menschen kennegelernt, der gesagt hat „Ah, jetzt hab ich mir eine Lösung ergrübelt“. Energievampire sind Menschen in unserem Umfeld, die eines ganz besonder gut können: Sich beschweren, wie furchtbar ihr Leben ist. Und wenn wir auf diesen Zug mit aufspringenm fühlen wir uns ebenfalls furchtbar. Im Idealfall meiden wir diese Menschen. Wenn dies jedoch nicht möglich ist, weil wir Kollegen oder sogar Vorgesetzte haben, die chronisch negativ sind, wird es schwierig. Darum ist es umso wichtiger, dass wir lernen, unsere Gedanken zu beherrschen und auf diese Weise immun werden gegen Energieraub.

2 Gesundheit

Wer schon einmal richtig krank war, weiß,wie schlecht man sich fühlt. Und dass man garnicht mehr am Leben teilnimmt.Und auch wenn wir uns ungern unsere Sterblichkeit bewusst machen, ist es nunmal Fakt, dass wenn die Gesundheit nicht mehr vorhanden ist, das Leben schlicht vorbei ist.Daher ist Gesundheit ein äußerst wichtiges Gut.

Aber was bedeute gesund sein und wie schafft man das?Wer ganzheitlich, also körperlich und psychisch, gesund ist, fühlt sich leistungsfähig und energiegeladen. Gesundheit und Energie hängen stark voneinander ab. Klar kannst du vom Arzt untersuchen lassen, ob deine Blutwerte stimmen, aber Gesundheit ist mehr. Es bedeutet, sich wohl in seiner Haut zu fühlen, Lust auf das Leben zu verspüren und alles tun zu können, was man tun möchte.

Um Gesundheit zu erhalten oder zu erreichen, sind natürlich die Klassiker wichtig: ausgewogene Ernährung, Bewegung an der frischen Luft und ausreichender Schlaf. Aber noch wichtiger ist es, ein gutes Gespür dafür zu bekommen, was man persönlich gerade braucht, z.B. eher eine knackige Runde Sport oder Yoga, ein Stück Schokolade oder eine sättigende, warme Mahlzeit.

Nichts ist schöner und wertvoller als sich einfach rundum wohlzufühlen. Und Gesundheit kann man nunmal nicht kaufen.

3. Zeit

Ja,Gesundheit kann man sich nicht kaufen.Zeit dagegen zum Teil schon. Und genau das habe ich getan. Ich habe mich entschieden, in meinem Hauptberuf die Stunden zu reduzieren und Teilzeit zu arbeiten. Natürlich habe ich dadurch etwas weniger Geld (unbegrenzte Ressource), aber gewinne wichtige Lebenszeit (begrenzte Rsssource) dazu. Natürlich ist dies nur eine Möglichkeit, Zeit zu kaufen. Je nachdem, was dir am meisten Zeit raubt, kannst du dir eine Haushaltsfee kommen lassen, den Einkauf liefern lassen usw.

Und ich persönlich finde, dass es sich lohnt, denn wir haben nur ein bestimmtes Kontingent an Zeit. Und diese Zeit läuft jeden Moment ein bißchen mehr ab.

 

Alles Gute, Jenny

Selbstheilung aktivieren durch Yager-Therapie

Therapie oder Persönlichkeitsentwicklung?

Vor einiger Zeit erfuhr ich zum ersten Mal von einer Freundin von der Yager-Therapie. Von der bitte was? Ja, ganz genauso habe ich auch reagiert. Denn obwohl ich mich schon etwas mit mentalen Fähigkeiten und auch Selbstheilung beschäftige habe ich hiervon noch nie zuvor gehört. Die Yager-Therapie oder auch Subliminaltherapie nach Dr. Yager gibt Hilfe zur Selbsthilfe bei verschieden körperlichen und auch mentalen Beschwerden. Wenn man davon ausgeht, dass die meisten (wenn nicht sogar alle) körperlichen Beschwerden von inneren, negativen Glaubenssätzen und Schwingungen verursacht werden, macht es Sinn, sich in erster Linie den Ursachen zuzuwenden. Die Yager-Therapie nutzt die mentalen Fähigkeiten der Patienten, die Ursache von Problemen, Krankheiten und Süchten zu erkennen und zu lösen. Also, quasi Therapie  und Persönlichkeitsentwicklung in einem? Das musste ich natürlich ausprobieren.

Photo: Paul Morris, unsplash.com

Vergangenheitsbewältigung ohne Retraumatisierung

Die Yager-Therapie lässt sich sowohl auf körperliche als auch auf psychische Beschwerden anwenden. Besonders interessant ist, dass diese Form der Therapie auch für Patienten mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung anwendbar ist und das ohne Gefahr einer Retraumatisierung. Eine Retraumatisierung ist das nochmalige Erleben des Traumas im Kopf. Dies kann passieren, wenn man „gezwungen“ wird, sich an das Trauma zu errinnern oder darüber zu sprechen. Eine Retraumatisierung kann auch durch Hypnose entstehen, wenn dadurch die Erinnerung an das Trauma erzwungen wird. Bei der Yager-Therapie kann man das Unterbewusstsein anzuleiten, die Probleme zu lösen, ohne dass der Patient bewusst wahrnimmt, dass die Arbeit geschieht. Das heißt, das jeweilige Problem (welches nicht zwangsläufig ein Trauma sein muss) wird nur unbewusst bearbeitet und stellt keine zusätzliche Belastung für den Patienten dar.

Selbstbestimmt Probleme lösen

Was mir besonders an dieser Form der Therapie gefällt, ist, dass ich selber die ganze Zeit bewusst steuern kann, wie weit ich gehen möchte. Ich konnte mich nachher an alle Details erinnern und konnte selber bestimmen, wie weit die Therapie greift. Die Yager-Therapie bietet eine gute Möglichkeit, seine inneren Muster und Blockaden schnell und vor allem selbstständig zu lösen. Ich muss mich nicht zwangsweise wieder in vergangene Situationen begeben, die mich belasten, sondern lasse einfach mein Unterbewusstsein arbeiten. Die Yager-Therapie wird von entsprechend ausgebildeten Therapeuten angeboten: Yager-Therapie.

Bloggen hilft

Warum ich blogge

Viele Menschen fragen mich, warum ich meine Gedanken öffentlich aufschreibe. Zugegeben, diese Fragen kommen meist von der Generation meiner Eltern, denn für meine Generation und jünger scheint das Bloggen ganz normal dazuzugehören. Nun ja, zuerst einmal habe ich unglaublich lange überlegt, bevor ich mich entschlossen habe (oder von meiner besten Freundin gezwungen worden bin), einen Blog aufzubauen. Unglaublich lange heißt:mehrere Monate. Immer haben mich Ausreden zurückgehalten wie „Das interessiert doch eh niemanden“ oder „Willst du dich wirklich vor anderen nackig machen?“. Ja, es waren Ausreden, das weiß ich mittlerweile. Denn dahinter stand eigentlich immer nur die Angst, nicht gut genug zu sein oder mit negativen Kommentaren konfrontiert zu werden und damit nicht zurecht zu kommen. Nun blogge ich seit dem letzten Herbst und die Ängste sowie die Ausreden waren bisher völlig unbegründet.

Aber warum habe ich mich letztendlich doch dafür entschieden? Warum bin ich dabei geblieben, auch wenn es ein extra Aufwand an Zeit ist? Nun ja, weil Bloggen hilft;-) Und zwar:

Bloggen hilft mir

Ich war schon immer ein Mensch, der gerne schreibt. Zum Einen habe ich immer schon meine Gedanken schriftlich sortiert. Wenn ich Chaos im Kopf habe und es aufgeschrieben habe, ist erstmal Ruhe im Kopf. Ich muss es tatsächlich nur aufschreiben und dann kann ich es vergessen oder kann mich später drum kümmern, wenn es notwendig ist.

Neulich habe ich gelernt, dass ich ein kinästhetischer Lerntyp bin. Das heißt, dass ich nicht wie manch andere etwas höre oder lese und es dann sofort im Kopf behalte, sondern dass ich das, was ich lernen will, mit körperlicher Betätigung verbinden muss, also schreiben. Da ich jetzt mehrere Jahre aus der Schule raus bin, darf ich zugeben, dass ich oft Spickzettel hatte-die ich aber nie benutzt habe. Es reichte zu wissen, dass ich einen kleinen Zettel mit den Lösungen in der Hosentasche hatte und konnte mich dann an die Antworten erinnern. Wenn ich für Prüfungen gelernt habe, habe ich nicht den Stoff durchgelesen, sondern zusammengefasst und aufgeschrieben.

Bloggen hilft anderen

Irgendwann kam mir der Gedanke, dass wenn mich ein Thema beschäftigt, es mit Sicherheit mindestens eine Person da draußen gibt, die auch über dieses Thema nachdenkt. Und vielleicht noch nichts über dieses Thema gefunden hat. Und mit Glück findet diese Person auf meinem Blog genau dieses Thema.

Ich kann anderen auch helfen, indem ich über ihre Ideen oder ihr Business schreibe und andere über meinen Blog auf darauf stoßen. Ich liebe es, anderen beim Wachsen zuzusehen und so ein Teil deren Entwicklung zu sein.

Außerdem habe ich in den letzten Monaten immer wieder Menschen kennengelernt, die mir Bewunderung ausgesprochen haben, dass ich so einen tollen Blog habe. Erstmal danke dafür:-) Aber:das kannst du auch! Es ist wirklich nicht schwer. Wenn ich als PC-Legastheniker das schaffe, dann kann es jeder. Schmeiß deinen Perfektionismus aus dem Fenster und melde genau jetzt deinen Blog an:-)

Meditatives und intuitives Schreiben

Ich habe ja oben bereits erwähnt, dass ich beim Schreiben meine Gedanken ordnen kann. Dazu kommt, dass es für mich irgendwie entspannend ist, wenn meine Finger über die Tastatur fliegen. Dann das Geräusch der Tasten dazu und schon bin ich irgendwie im Flow:-) Wenn ich erstmal anfange, meine Gedanken aufzuschreiben, kommen frische Ideen nach. Als würde ich Platz in meinem Kopf machen.

Wenn ich mir Tage oder Wochen hinterher ansehe, was ich geschrieben habe und über welche Themen, wird mir klar, was mich beschäftigt. Am Anfang sollte dies hauptsächlich ein Ernährungsblog werden, aber ich habe festgestellt, dass Persönlichkeitsentwicklung und Lebensziele im Moment wichtiger für mich zu sein scheinen.

Tatsächlich bin ich derzeit sehr auf der Suche nach mir selber und meine Gedanken aufzuschreiben, hilft mir sehr. Wohin der Weg führt?Naja, da werde ich mich wohl selber überraschen:-)

Liebe Grüße, Jenny