Bloggen hilft

Warum ich blogge

Viele Menschen fragen mich, warum ich meine Gedanken öffentlich aufschreibe. Zugegeben, diese Fragen kommen meist von der Generation meiner Eltern, denn für meine Generation und jünger scheint das Bloggen ganz normal dazuzugehören. Nun ja, zuerst einmal habe ich unglaublich lange überlegt, bevor ich mich entschlossen habe (oder von meiner besten Freundin gezwungen worden bin), einen Blog aufzubauen. Unglaublich lange heißt:mehrere Monate. Immer haben mich Ausreden zurückgehalten wie „Das interessiert doch eh niemanden“ oder „Willst du dich wirklich vor anderen nackig machen?“. Ja, es waren Ausreden, das weiß ich mittlerweile. Denn dahinter stand eigentlich immer nur die Angst, nicht gut genug zu sein oder mit negativen Kommentaren konfrontiert zu werden und damit nicht zurecht zu kommen. Nun blogge ich seit dem letzten Herbst und die Ängste sowie die Ausreden waren bisher völlig unbegründet.

Aber warum habe ich mich letztendlich doch dafür entschieden? Warum bin ich dabei geblieben, auch wenn es ein extra Aufwand an Zeit ist? Nun ja, weil Bloggen hilft;-) Und zwar:

Bloggen hilft mir

Ich war schon immer ein Mensch, der gerne schreibt. Zum Einen habe ich immer schon meine Gedanken schriftlich sortiert. Wenn ich Chaos im Kopf habe und es aufgeschrieben habe, ist erstmal Ruhe im Kopf. Ich muss es tatsächlich nur aufschreiben und dann kann ich es vergessen oder kann mich später drum kümmern, wenn es notwendig ist.

Neulich habe ich gelernt, dass ich ein kinästhetischer Lerntyp bin. Das heißt, dass ich nicht wie manch andere etwas höre oder lese und es dann sofort im Kopf behalte, sondern dass ich das, was ich lernen will, mit körperlicher Betätigung verbinden muss, also schreiben. Da ich jetzt mehrere Jahre aus der Schule raus bin, darf ich zugeben, dass ich oft Spickzettel hatte-die ich aber nie benutzt habe. Es reichte zu wissen, dass ich einen kleinen Zettel mit den Lösungen in der Hosentasche hatte und konnte mich dann an die Antworten erinnern. Wenn ich für Prüfungen gelernt habe, habe ich nicht den Stoff durchgelesen, sondern zusammengefasst und aufgeschrieben.

Bloggen hilft anderen

Irgendwann kam mir der Gedanke, dass wenn mich ein Thema beschäftigt, es mit Sicherheit mindestens eine Person da draußen gibt, die auch über dieses Thema nachdenkt. Und vielleicht noch nichts über dieses Thema gefunden hat. Und mit Glück findet diese Person auf meinem Blog genau dieses Thema.

Ich kann anderen auch helfen, indem ich über ihre Ideen oder ihr Business schreibe und andere über meinen Blog auf darauf stoßen. Ich liebe es, anderen beim Wachsen zuzusehen und so ein Teil deren Entwicklung zu sein.

Außerdem habe ich in den letzten Monaten immer wieder Menschen kennengelernt, die mir Bewunderung ausgesprochen haben, dass ich so einen tollen Blog habe. Erstmal danke dafür:-) Aber:das kannst du auch! Es ist wirklich nicht schwer. Wenn ich als PC-Legastheniker das schaffe, dann kann es jeder. Schmeiß deinen Perfektionismus aus dem Fenster und melde genau jetzt deinen Blog an:-)

Meditatives und intuitives Schreiben

Ich habe ja oben bereits erwähnt, dass ich beim Schreiben meine Gedanken ordnen kann. Dazu kommt, dass es für mich irgendwie entspannend ist, wenn meine Finger über die Tastatur fliegen. Dann das Geräusch der Tasten dazu und schon bin ich irgendwie im Flow:-) Wenn ich erstmal anfange, meine Gedanken aufzuschreiben, kommen frische Ideen nach. Als würde ich Platz in meinem Kopf machen.

Wenn ich mir Tage oder Wochen hinterher ansehe, was ich geschrieben habe und über welche Themen, wird mir klar, was mich beschäftigt. Am Anfang sollte dies hauptsächlich ein Ernährungsblog werden, aber ich habe festgestellt, dass Persönlichkeitsentwicklung und Lebensziele im Moment wichtiger für mich zu sein scheinen.

Tatsächlich bin ich derzeit sehr auf der Suche nach mir selber und meine Gedanken aufzuschreiben, hilft mir sehr. Wohin der Weg führt?Naja, da werde ich mich wohl selber überraschen:-)

Liebe Grüße, Jenny

Mein Jahr ohne Pille

Leben ohne Hormone

Sehr lange habe ich hin und her überlegt, ob ich öffentlich über ein so intimes Thema schreiben soll. Gerade weil ich weiß, dass der unerschütterliche Glaube an hormonelle Verhütung noch immer so verbreitet ist. Aber tatsächlich gibt es Methoden, die mindestens genauso sicher sind und nebenbei noch gesünder. Denn leider kann die Pille für sehr viele gesundheitliche Probleme die Ursache sein. Und so war es auch bei mir. Darum habe ich mich bereits Ende 2015, dass ich meinem Körper diese hormonelle Last nicht mehr antun möchte. Und es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.

 

Tschüß Migräne

Schon als Kind hatte ich eine Neigung zu Kopfschmerzen. Während der Pubertät wurde es schlimmer und ab einem bestimmten Zeitpunkt hatte ich regelmäßig heftige Migräne. Nämlich als ich mit 15 anfing, die Pille zu nehmen. Der Zusammenhang war mir viele Jahre nicht klar, so dass ich vieles ausprobiert habe: Progressive Muskelentspannung, natürlich verschiedenste Schmerzmittel, Nackenmassagen, ich war beim Heilpraktiker und bei der Akupunktur-nichts half dauerhaft. Durch Zufall stieß ich mal wieder auf einen Artikel im Internet, der die Zusammenhänge zwischen Östrogen und Migräne erklärte. Da ich fast zeitgleich eine neue Frauenärztin hatte, fragte ich sie direkt dazu und sie bestätige mir, dass dies eine Ursache sein könnte und erklärte mir, dass Migränepatienten generell kein Östrogen zu sicher nehmen sollten. Das hatte mir bisher noch kein Arzt gesagt. Sie war es auch, die mich zunächst die Minipille austesten ließ, um zu sehen, ob es ohne Östrogen besser wird und mich letztendlich auf die natürliche Verhütung brachte. Was soll ich sagen, die Migräne ist nicht ganz verschwunden, aber deutlich seltener geworden. Wenn ich früher jede Woche einmal Migräne hatte, habe ich sie jetzt ca. 3 Mal im Jahr.

Die symptothermale Methode

Die symptothermale Methode, auch NFP nach Sensiplan genannt, ist eine natürlich Verhütungsmethode, bei der man den eigenen Zyklus beobachtet. Tatsächlich ist es nämlich so, dass es nur ca. 4-5 Tage pro Zyklus gibt, an denen man fruchtbar ist. Innerhalb des Zyklus kann man deutliche Temperaturverläufe erkennen sowie Veränderungen des Zervixschleims, so dass man die Tage des Eisprungs und somit der fruchtbaren Tage eingrenzen kann. Alles, was man braucht, ist ein spezielles Basalthermometer.

Da diese Methode nicht in den Körper eingreift, lässt sie sich sowohl zur  Verhütung als auch zur Empfängnisplanung nutzen.

Ein neues Körpergefühl ohne Pille

Außer der Verbesserung der Migräne habe ich für mich gemerkt, dass ich mehr mit meinem Körper im Einklang bin. Ich spüre deutlicher Veränderungen innerhalb des Zyklus, aber insgesamt fühle ich mich irgendwie wacher und habe das Gefühl, dass ich meinem Körper einfach etwas Gutes tue. Ich merke außerdem, dass ich sportlich mehr Leistung bringen kann als  vorher, sogar mehr als vor zehn Jahren.

Für mich war es eine der besten Entscheidungen, mich von der Pille zu verabschieden, vor allem weil es mir ein ganz neues Bewusstsein für meinen Körper gebracht hat. Und vor allem ist die natürlich Methode so einfach anzuwenden.

Am meisten gefällt mir, dass ich nun komplett frei von Medikamenten bin. Außer bei Bedarf (Migräne) mal eine Schmerztablette, nehme ich nun gar keine Medikamente mehr.

Einen schönen Sonntag, Jenny