Operation Zuckerfrei

November-Challenge:Zuckerfrei

Zur Zeit bin ich leider am Kränkeln, aber das heißt, dass ich Zeit habe, eine neue Challenge vorzubereiten. Da ich selber eine kleine Naschkatze bin und eine Challenge natürlich auch eine Herausforderung für mich sein soll, geht es dieses Mal zuckerfrei durch den November. Schon lange reizt mich diese Herausforderung und ich habe es auch zwischendurch immer mal wieder geschafft, aber leider nie auf Dauer. Das zeigt mir, welchen Suchtcharakter Zucker sowohl psychisch als auch physisch hat.

Operation zuckerfrei

Operation zuckerfrei

 

Warum zuckerfrei?

Der Durchschnittsdeutsche nimmt täglich zuviel Zucker zu sich. Damit meine ich nicht Kohlenhydrate an sich, sondern isolierter, zugesetzter Zucker, der den Insulinspiegel ins Nirvana schießen lässt. Empfohlen werden nach DGE maximal 50g, bei den meisten sind es täglich 100g oder sogar mehr.

Dass Zucker schlecht für die Zähne ist, weiß nahezu jedes Kind. Dass Zucker aber schädlich für den gesamten Organismus ist, ist immernoch recht unbekannt. Zucker steht im Verdacht, Übergewicht zu verursachen und mit Blutdruckerkrankungen und sogar erhöhtem Cholesterin im Zusammenhang zu stehen. Sogar psychische Probleme wie Depressionen können durch die weiße Süßigkeit ausgelöst werden. Dazu kommt der Suchtfaktor: man gewöhnt sich an die Süße und braucht immer mehr.

Viele berichten auch über negative Auswirkungen auf die Haut durch Zucker-von Schuppenflechte bis Akne kann alles durch Zucker ausgelöst sein (natürlich gibt es auch andere mögliche Auslöser).

Um nun selber zu sehen, ob ich schon drin bin in der Zuckersucht, möchte ich eine Weile zuckerfrei leben.

Zuckerlastige vergangenheit

Ich persönlich bin quasi mit Zucker aufgewachsen. Es gab jeden Tag Süßigkeiten und süße Getränke. Ich trank lange Zeit jeden Tag 2 Liter Eistee ohne darüber nachzudenken, Limonaden-Fan war ich noch nie. Da ich als Kind oft allein zuhause war und mich daher selber versorgte, lagen im Kühlschrank für mich immer ein paar Milchschnitten oder Schokoriegel „falls ich Hunger bekam“. Ich kann meinen Eltern keine Schuld dafür geben, gerade mein Vater hatte selber eine sehr verquere Einstellung zum Essen und zur Ernährung („Das Kind braucht doch seine Süßigkeiten“).

Im beginnenden Teenageralter fühlte ich mich wie viele Mädchen in dem Alter nicht mehr wohl in meiner Haut und begann mich mehr mit Ernährung auseinander zu setzen. Es war ein verdammt langer und harter Weg mit vielen falschen Abzweigungen, aber darüber erzähle ich ein anderes Mal.

Jedenfalls habe ich bis heute meinen Zuckerkonsum stark einschränken können, bin jedoch nie ganz von den Süßigkeiten weg gekommen.

Nebenwirkungen

Ich habe nun schon öfter Erfahrungen von Leuten gelesen, die sich auf die zuckerfreie Reise machten und gerade zu Beginn unter gewissen Nebenwirkungen litten. Kopfschmerzen, Gereiztheit und Heißhunger sind nur ein paar. Ja, es wird sicher nicht einfach. Aber ich glaube, wenn ich den Dreh schaffe, fühle ich mich befreiter.

Wie läuft das Projekt zuckerfrei?

Ich werde den ganzen November (und vielleicht noch länger) auf Zucker verzichten. Nein, verzichten ist das falsche Wort: ich werde meinem Körper eine Pause vom Zucker gönnen. Damit sind isolierte Zucker gemeint. Obst ist weiterhin erlaubt und alles, wo natürlicherweise Zucker enthalten ist.

Da ich so gut wie keine Fertiggerichte esse, fallen viele Zuckerfallen schonmal weg. Viele würden sich wundern, wieviel Zucker in eigentlich herzhaften Gerichten steckt. Besonderes Augenmerk muss ich persönlich auf Brot legen, da ich Brot tatsächlich oft einfach blind einkaufe. Und sogar wenn man beim Bäcker direkt nachfragt, kommen oft falsche Antworten.

Tatsächlich sind es bei mir die offensichtlichen Süßigkeiten, auf die ich achten muss. Hier mal ein Keks, da mal ein Schokoriegel-da kommen Mengen zusammen. Und das meist auf Gewohnheit-und manchmal auch noch aus Hunger, was aber zum Glück mittlerweile selten vorkommt.

So, das erstmal zu meiner neuen Challenge. Vielleicht hat ja der ein oder andere Lust, dabei zu sein:-)

Bis bald, Jenny

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