Vorsätze vs. Ziele

Was Dich wirklich voranbringt

Es ist mal wieder soweit, ein Jahr ist um und das neue Jahr kommt in großen Schritten näher. Für viele von uns ist dieser neue Zeitabschnitt ein Grund, sich neue Ziele vorzunehmen. Oder doch eher „nur“ Vorsätze? Wo genau liegt der Unterschied zwischen beidem? Und warum nehmen sich soviel von uns jedes Jahr dasselbe vor und schaffen es nicht, durchzuhalten? Darum soll es heute in meinem neuen Blogpost gehen.

Photo: helloimnik, unsplash.com

Vorsätze sind schwammig, Ziele konkret

„Ich möchte abnehmen“, „Ich möchte mehr Sport machen“ oder „Ich möchte Stress vermeiden“-alle diese Vorsätze haben eins gemeinsam: sie sind schwammig. Um echte Ziele daraus zu machen, müssen wir sie konkretisieren. Das heißt im Klartext: Wieviel genau möchte ich abnehmen?Bis wann will ich dieses Ziel erreichen?Und vor allem: welche Schritte werde ich jeden Tag unternehmen, um mein Ziel zu erreichen?

Warum ist das wichtig? Wenn wir ein Ziel nur grob umreißen, signalisieren wir uns von Anfang an selber, dass es eigentlich garnicht so wichtig ist. Außerdem haben wir keinen Fahrplan, an dem wir uns entlang arbeiten können. Jedes aufstrebende Unternehmen hat einen konkreten Plan und das hat seine Berechtigung. Man kann nach und nach Schritte abhaken, die man erledigt hat und kann zusehen, wie man sich seinem Ziel nähert. Und das motiviert ungemein.

Vorsätze kommen oft von außen, Ziele von innen

Sind deine Ziele wirklich deine eigenen? Willst du wirklich abnehmen oder hast du diesen Vorsatz von jemand anderen übernommen? Willst du vielleicht in Wirklichkeit beruflich weiterkommen oder dich sogar komplett verändern? Um wirklich etwas zu erreichen, musst du es selber wollen, denn sonst bleibst du nicht dran und verschwendest nur deine Zeit und Energie.

Also, entscheide dich ganz in Ruhe und für dich, was du im nächsten Jahr erreichen möchtest und ob es dich persönlich voran bringt. Im Idealfall hast du heute in einem Jahr nicht dieselben Ziele wie heute, sondern neue und größere.

Vorsätze sind gesellschaftsfähig, Ziele manchmal unvernünftig

Um wirklich etwas zu erreichen, sollten Ziele möglichst immer ein bißchen höher gesteckt werden als eigentlich nötig. Denn nur, wenn wir uns strecken müssen, werden wir daran wachsen. Wenn dich an Silvester jemand nach deinen Vorsätzen fragt, sagst du vielleicht nicht, dass du einen Marathon laufen möchtest, obwohl du in deinem Leben noch nie Laufschuhe an den Füßen hattest. Und das musst du auch garnicht öffentlich sagen. Aber für dich solltest du ein Ziel setzen, was so hoch und so weit weg ist, dass es dir gleichzeitig Angst macht und dich begeistert. Wenn du dann bis Jahresende „nur“ 10km schaffst-Glückwunsch,du bist schonmal weiter gekommen als zuvor.

Und gerade weil echte Ziele oft so unrealistisch erscheinen, solltest du überlegen, wem du davon erzählst. Denn leider sind die meisten Menschen keine Zielsetzer, sondern Vorsatzprediger. Und diese können oft echte Ziele nicht verstehen, denn:

Nur Zielsetzer erkennen echte Ziele an

Und so ist es. Immer, wenn ich mit wirklich erfolgreichen Menschen über meine Ziele spreche, entsteht ein super inspirierendes Gespräch daraus. Oft sogar eine interessante Kooperation. Vorsatzprediger sind dagegen „realistisch“ und „vernünftig“ und „können ja nicht, weil…“ oder wie ich es sagen würde: sie haben niemals ihre Komfortzone verlassen und kennen daher ihre Möglichkeiten nicht. Sie sind in ihrem Denken beschränkt und wissen es nichtmal selber. Echte Zielsetzer haben gleich nach dem Erreichen eines Zieles ein neues, größeres Ziel, was sie wirklich voranbringt.

Von daher solltest du dir überlegen, ob die Silvestergesellschaft die richtige Runde ist, um deine Ziele für das nächste Jahr preiszugeben. Oder ob du dir für heute erstmal ein paar Alibi-Vorsätze zurechtlegst und deine Ziele eher deinem Visionboard anvertraust.

Mache das nächste Jahr zum besten deines Lebens

Und das jedes Jahr wieder. Überlege konkret, was du wirklich willst und vor allem, ob du es willst. Schreib es auf und mache dir einen Masterplan. Und vor allem: mache immer weiter. Wenn es mal einen Tag nicht klappt, dann ist es eben nur ein Tag, am nächsten Tag geht es weiter. Keiner lebt dein Leben für dich, das kannst nur du:-)

Einen guten Rutsch und ein erfolgreiches 2018 wünscht euch eure Jenny

Ängste überwinden lohnt sich

Auf der reise zu mir selbst

Jetzt habt ihr schon einen ganzen Monat nichts mehr von mir gehört. Der Grund ist, dass ich auf Reisen war. Ich war auf Bali-soweit weg wie noch nie zuvor in meinem Leben. Und ja, ich hatte im Vorfeld unglaublich viele Ängste zu überwinden: vor einem Vulkanausbruch,exotischen Krankheiten,Verpassen des Fliegers…  Tatsächlich gab es einen Zeitpunkt vor der Reise, an dem ich alles stornieren und wieder in meine Komfortzone zurück kriechen wollte. Aber ich habe es trotzdem getan-und es hat sich dreifach bezahlt gemacht.

Ängste vor der Reise

Ich muss dazu sagen, dass der ganze Trip auf meinen Mist gewachsen ist. Letztes Jahr im Sommer saß ich mit meiner besten Freundin am Werdersee und erzählte ihr, dass ich im nächsten Jahr nach Bali fliegen werde. Zu dem Zeitpunkt hatte ich keine Ahnung, ob ich das bezahlen kann. Ich hatte auch noch nie zuvor selber eine Flugreise gebucht, schon garnicht so weit weg. Und mein Partner war zu der Zeit noch überzeugt, dass ihr nie und nimmer ein Flugzeug besteigen und schon garnicht Deutschland verlassen wollte.

Trotzdem wusste ich einfach, dass es sein musste. Ich sah mir fast jeden Tag Reisevideos auf YouTube an oder schaute zum xten Mal „Eat Play Love“.Alles, was ich dort sah, entfachte eine Sehnsucht in mir, die fast schon manische Züge hatte. Also, beschloss ich erstmal für mich, dass ich nach Bali wollte.

Ein paar Wochen später rang ich mich dann dazu durch, meinem Partner davon zu erzählen. Ich sagte einfach: „Schatz,ich möchte nächstes Jahr wegfliegen-weit weg. Mit dem Flugzeug und es soll auf alle Fälle ein Land sein, in dem deutsch nicht die Hauptsprache ist“ Damit fielen gewisse Touristenhochburgen schonmal weg. Und ich sagte: „Ich muss nur von dir wissen, ob du mitkommen möchtest oder nicht.Sonst musst du dich um nichts kümmern“ Und er sagte schlicht: „Ok“. „Und wohin möchtest du?“, fragte ich. Und er sagte: „Bali?“ Und nein, er wusste bis dahin nichts von dem Gespräch zwischen mir und meiner besten Freundin.

Damit war die Sache beschlossen.Und es fügte sich immer mehr: das Geld kam unerwartet (Gesetz der Anziehung) und die Buchung war garnicht so schlimm wie ich befürchtet hatte.

Ängste überwinden lohnt sich

Vulkane und andere Schwierigkeiten

Viele von euch werden es mitbekommen haben, dass seit einiger Zeit der Vulkan Mount Agung erhöhte Aktivitäten aufweist. Sowas hört man natürlich nicht gern kurz vor seiner Reise und viele haben ihren Urlaub storniert, aus Angst vor einem Ausbruch. Das kam für mich garnicht in Frage. Ich informierte mich, ob es bei einem möglichen Ausbruch trotzdem eine Landemöglichkeit gäbe und schlimmstenfalls hätte man auf Java landen müssen. Also, flogen wir trotzdem-und hatten einfach eine wundervolle Zeit, während wir verfolgt haben, dass in Deutschland so heftige Stürme herrschten, dass es mehrere Verletzte gab. Wieder einmal hatte es sich gelohnt, die Angst nicht siegen zu lassen.

Übrigens: am Tag unserer Abreise nach Bali wurde quasi bei uns um die Ecke eine Bombe entschärft-irgendwie wollte das Universum unbedingt unsere Geduld testen:-)

Wenn ich zurückblicke, auf welche Gefahren uns vor der Reise hingewiesen wurde, müssten wir statistisch jetzt tot sein. Ja, wir haben alles (vegetarische) gegessen-in einheimischen Warungs. Ja, wir haben in Homestays gewohnt. Ja, wir haben uns tätowieren lassen (und es ist verdammt gut geworden). Nein, wir haben uns nicht jede Impfung geholt, die es auf der Welt gibt. Und ja-ich war tauchen, ohne vorher den Arzt um Erlaubnis zu fragen. Wir haben das balinesische Militär beim Üben getroffen und wir haben Fischer mit scharfen Harpunen am Strand gesehen. Wir haben unsere Ängste überwinden können. Und sind mit mit vielen Erfahrungen, traumhaften Erinnerungen und persönlichem Wachstum zurückgekehrt.Und mit viel zuviel Fernweh.

Terima kasih, eure Jenny

Die drei wichtigsten Währungen des Lebens

Nachdem ich mal einige Zeit für mich brauchte, bin ich nun wieder da. Und ich habe mir etwas sehr wertvolles gekauft-bisher wahrscheinlich das beste, wofür ich jemals Geld ausgegeben habe. Aber dazu später mehr. Heute möchte ich euch etwas über Währungen erzählen. Nein, nicht Euro und Dollar-das wäre mir an dieser Stelle zu trocken. Es geht um die wirklich wichtigen und absolut begrenzten  Währungen des Lebens:

1. Energie

Eigentlich ist Energie ein viel zu großes Thema, um bloß einen kleinen Abschnitt darüber zu schreiben. Aber ich denke, jeder hat zumindest eine Idee, was mit Energie gemeint ist und wie es sich anfühlt, zu wenig davon zu haben. Mal fühlen wir uns energiegeladen, mal geht uns sprichwörtlich die Puste aus.

Wovon hängt unser Energielevel ab? Ich könnte jetzt ganz wissenschaftlich etwas über Kalorien und biochemische Vorgänge erzählen und im natürlich ist auch Ernährung ein großer, wichtiger Faktor. Aber darum soll es heute nicht gehen. Zwei ganz großartige Coaches, die ich bereits mehrmals in meinen Artikeln erwähnt habe, haben mich gelehrt, dass spürbar sehr viel mehr Energie frei wird, wenn man seine Gedanken steuert. Jeder kennt das, wenn man sich wirklich auf etwas freut, beispielsweise ein Urlaub: man ist richtig aufgeregt und es fällt superleicht , alles zu organisieren und vorzubereiten, wo man im Alltag vielleicht nichtmal die Energie zum Einkaufen gefunden hat.Wenn wir positive Gedanken und Gefühle in unser Leben lassen, holen wir uns auch Energie in unser Leben und laden unsere Batterien auf.

Andererseits gibt es eben auch die Energiesauger und Energievampire. Energiesauger sind negative Gedanken, Grübeln und Sorgen-außerdem sind sie absolut nicht hilfreich. Ich habe noch nie einen Menschen kennegelernt, der gesagt hat „Ah, jetzt hab ich mir eine Lösung ergrübelt“. Energievampire sind Menschen in unserem Umfeld, die eines ganz besonder gut können: Sich beschweren, wie furchtbar ihr Leben ist. Und wenn wir auf diesen Zug mit aufspringenm fühlen wir uns ebenfalls furchtbar. Im Idealfall meiden wir diese Menschen. Wenn dies jedoch nicht möglich ist, weil wir Kollegen oder sogar Vorgesetzte haben, die chronisch negativ sind, wird es schwierig. Darum ist es umso wichtiger, dass wir lernen, unsere Gedanken zu beherrschen und auf diese Weise immun werden gegen Energieraub.

2 Gesundheit

Wer schon einmal richtig krank war, weiß,wie schlecht man sich fühlt. Und dass man garnicht mehr am Leben teilnimmt.Und auch wenn wir uns ungern unsere Sterblichkeit bewusst machen, ist es nunmal Fakt, dass wenn die Gesundheit nicht mehr vorhanden ist, das Leben schlicht vorbei ist.Daher ist Gesundheit ein äußerst wichtiges Gut.

Aber was bedeute gesund sein und wie schafft man das?Wer ganzheitlich, also körperlich und psychisch, gesund ist, fühlt sich leistungsfähig und energiegeladen. Gesundheit und Energie hängen stark voneinander ab. Klar kannst du vom Arzt untersuchen lassen, ob deine Blutwerte stimmen, aber Gesundheit ist mehr. Es bedeutet, sich wohl in seiner Haut zu fühlen, Lust auf das Leben zu verspüren und alles tun zu können, was man tun möchte.

Um Gesundheit zu erhalten oder zu erreichen, sind natürlich die Klassiker wichtig: ausgewogene Ernährung, Bewegung an der frischen Luft und ausreichender Schlaf. Aber noch wichtiger ist es, ein gutes Gespür dafür zu bekommen, was man persönlich gerade braucht, z.B. eher eine knackige Runde Sport oder Yoga, ein Stück Schokolade oder eine sättigende, warme Mahlzeit.

Nichts ist schöner und wertvoller als sich einfach rundum wohlzufühlen. Und Gesundheit kann man nunmal nicht kaufen.

3. Zeit

Ja,Gesundheit kann man sich nicht kaufen.Zeit dagegen zum Teil schon. Und genau das habe ich getan. Ich habe mich entschieden, in meinem Hauptberuf die Stunden zu reduzieren und Teilzeit zu arbeiten. Natürlich habe ich dadurch etwas weniger Geld (unbegrenzte Ressource), aber gewinne wichtige Lebenszeit (begrenzte Rsssource) dazu. Natürlich ist dies nur eine Möglichkeit, Zeit zu kaufen. Je nachdem, was dir am meisten Zeit raubt, kannst du dir eine Haushaltsfee kommen lassen, den Einkauf liefern lassen usw.

Und ich persönlich finde, dass es sich lohnt, denn wir haben nur ein bestimmtes Kontingent an Zeit. Und diese Zeit läuft jeden Moment ein bißchen mehr ab.

 

Alles Gute, Jenny

Selbstheilung aktivieren durch Yager-Therapie

Therapie oder Persönlichkeitsentwicklung?

Vor einiger Zeit erfuhr ich zum ersten Mal von einer Freundin von der Yager-Therapie. Von der bitte was? Ja, ganz genauso habe ich auch reagiert. Denn obwohl ich mich schon etwas mit mentalen Fähigkeiten und auch Selbstheilung beschäftige habe ich hiervon noch nie zuvor gehört. Die Yager-Therapie oder auch Subliminaltherapie nach Dr. Yager gibt Hilfe zur Selbsthilfe bei verschieden körperlichen und auch mentalen Beschwerden. Wenn man davon ausgeht, dass die meisten (wenn nicht sogar alle) körperlichen Beschwerden von inneren, negativen Glaubenssätzen und Schwingungen verursacht werden, macht es Sinn, sich in erster Linie den Ursachen zuzuwenden. Die Yager-Therapie nutzt die mentalen Fähigkeiten der Patienten, die Ursache von Problemen, Krankheiten und Süchten zu erkennen und zu lösen. Also, quasi Therapie  und Persönlichkeitsentwicklung in einem? Das musste ich natürlich ausprobieren.

Photo: Paul Morris, unsplash.com

Vergangenheitsbewältigung ohne Retraumatisierung

Die Yager-Therapie lässt sich sowohl auf körperliche als auch auf psychische Beschwerden anwenden. Besonders interessant ist, dass diese Form der Therapie auch für Patienten mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung anwendbar ist und das ohne Gefahr einer Retraumatisierung. Eine Retraumatisierung ist das nochmalige Erleben des Traumas im Kopf. Dies kann passieren, wenn man „gezwungen“ wird, sich an das Trauma zu errinnern oder darüber zu sprechen. Eine Retraumatisierung kann auch durch Hypnose entstehen, wenn dadurch die Erinnerung an das Trauma erzwungen wird. Bei der Yager-Therapie kann man das Unterbewusstsein anzuleiten, die Probleme zu lösen, ohne dass der Patient bewusst wahrnimmt, dass die Arbeit geschieht. Das heißt, das jeweilige Problem (welches nicht zwangsläufig ein Trauma sein muss) wird nur unbewusst bearbeitet und stellt keine zusätzliche Belastung für den Patienten dar.

Selbstbestimmt Probleme lösen

Was mir besonders an dieser Form der Therapie gefällt, ist, dass ich selber die ganze Zeit bewusst steuern kann, wie weit ich gehen möchte. Ich konnte mich nachher an alle Details erinnern und konnte selber bestimmen, wie weit die Therapie greift. Die Yager-Therapie bietet eine gute Möglichkeit, seine inneren Muster und Blockaden schnell und vor allem selbstständig zu lösen. Ich muss mich nicht zwangsweise wieder in vergangene Situationen begeben, die mich belasten, sondern lasse einfach mein Unterbewusstsein arbeiten. Die Yager-Therapie wird von entsprechend ausgebildeten Therapeuten angeboten: Yager-Therapie.

Bloggen hilft

Warum ich blogge

Viele Menschen fragen mich, warum ich meine Gedanken öffentlich aufschreibe. Zugegeben, diese Fragen kommen meist von der Generation meiner Eltern, denn für meine Generation und jünger scheint das Bloggen ganz normal dazuzugehören. Nun ja, zuerst einmal habe ich unglaublich lange überlegt, bevor ich mich entschlossen habe (oder von meiner besten Freundin gezwungen worden bin), einen Blog aufzubauen. Unglaublich lange heißt:mehrere Monate. Immer haben mich Ausreden zurückgehalten wie „Das interessiert doch eh niemanden“ oder „Willst du dich wirklich vor anderen nackig machen?“. Ja, es waren Ausreden, das weiß ich mittlerweile. Denn dahinter stand eigentlich immer nur die Angst, nicht gut genug zu sein oder mit negativen Kommentaren konfrontiert zu werden und damit nicht zurecht zu kommen. Nun blogge ich seit dem letzten Herbst und die Ängste sowie die Ausreden waren bisher völlig unbegründet.

Aber warum habe ich mich letztendlich doch dafür entschieden? Warum bin ich dabei geblieben, auch wenn es ein extra Aufwand an Zeit ist? Nun ja, weil Bloggen hilft;-) Und zwar:

Bloggen hilft mir

Ich war schon immer ein Mensch, der gerne schreibt. Zum Einen habe ich immer schon meine Gedanken schriftlich sortiert. Wenn ich Chaos im Kopf habe und es aufgeschrieben habe, ist erstmal Ruhe im Kopf. Ich muss es tatsächlich nur aufschreiben und dann kann ich es vergessen oder kann mich später drum kümmern, wenn es notwendig ist.

Neulich habe ich gelernt, dass ich ein kinästhetischer Lerntyp bin. Das heißt, dass ich nicht wie manch andere etwas höre oder lese und es dann sofort im Kopf behalte, sondern dass ich das, was ich lernen will, mit körperlicher Betätigung verbinden muss, also schreiben. Da ich jetzt mehrere Jahre aus der Schule raus bin, darf ich zugeben, dass ich oft Spickzettel hatte-die ich aber nie benutzt habe. Es reichte zu wissen, dass ich einen kleinen Zettel mit den Lösungen in der Hosentasche hatte und konnte mich dann an die Antworten erinnern. Wenn ich für Prüfungen gelernt habe, habe ich nicht den Stoff durchgelesen, sondern zusammengefasst und aufgeschrieben.

Bloggen hilft anderen

Irgendwann kam mir der Gedanke, dass wenn mich ein Thema beschäftigt, es mit Sicherheit mindestens eine Person da draußen gibt, die auch über dieses Thema nachdenkt. Und vielleicht noch nichts über dieses Thema gefunden hat. Und mit Glück findet diese Person auf meinem Blog genau dieses Thema.

Ich kann anderen auch helfen, indem ich über ihre Ideen oder ihr Business schreibe und andere über meinen Blog auf darauf stoßen. Ich liebe es, anderen beim Wachsen zuzusehen und so ein Teil deren Entwicklung zu sein.

Außerdem habe ich in den letzten Monaten immer wieder Menschen kennengelernt, die mir Bewunderung ausgesprochen haben, dass ich so einen tollen Blog habe. Erstmal danke dafür:-) Aber:das kannst du auch! Es ist wirklich nicht schwer. Wenn ich als PC-Legastheniker das schaffe, dann kann es jeder. Schmeiß deinen Perfektionismus aus dem Fenster und melde genau jetzt deinen Blog an:-)

Meditatives und intuitives Schreiben

Ich habe ja oben bereits erwähnt, dass ich beim Schreiben meine Gedanken ordnen kann. Dazu kommt, dass es für mich irgendwie entspannend ist, wenn meine Finger über die Tastatur fliegen. Dann das Geräusch der Tasten dazu und schon bin ich irgendwie im Flow:-) Wenn ich erstmal anfange, meine Gedanken aufzuschreiben, kommen frische Ideen nach. Als würde ich Platz in meinem Kopf machen.

Wenn ich mir Tage oder Wochen hinterher ansehe, was ich geschrieben habe und über welche Themen, wird mir klar, was mich beschäftigt. Am Anfang sollte dies hauptsächlich ein Ernährungsblog werden, aber ich habe festgestellt, dass Persönlichkeitsentwicklung und Lebensziele im Moment wichtiger für mich zu sein scheinen.

Tatsächlich bin ich derzeit sehr auf der Suche nach mir selber und meine Gedanken aufzuschreiben, hilft mir sehr. Wohin der Weg führt?Naja, da werde ich mich wohl selber überraschen:-)

Liebe Grüße, Jenny

Mein Jahr ohne Pille

Leben ohne Hormone

Sehr lange habe ich hin und her überlegt, ob ich öffentlich über ein so intimes Thema schreiben soll. Gerade weil ich weiß, dass der unerschütterliche Glaube an hormonelle Verhütung noch immer so verbreitet ist. Aber tatsächlich gibt es Methoden, die mindestens genauso sicher sind und nebenbei noch gesünder. Denn leider kann die Pille für sehr viele gesundheitliche Probleme die Ursache sein. Und so war es auch bei mir. Darum habe ich mich bereits Ende 2015, dass ich meinem Körper diese hormonelle Last nicht mehr antun möchte. Und es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.

 

Tschüß Migräne

Schon als Kind hatte ich eine Neigung zu Kopfschmerzen. Während der Pubertät wurde es schlimmer und ab einem bestimmten Zeitpunkt hatte ich regelmäßig heftige Migräne. Nämlich als ich mit 15 anfing, die Pille zu nehmen. Der Zusammenhang war mir viele Jahre nicht klar, so dass ich vieles ausprobiert habe: Progressive Muskelentspannung, natürlich verschiedenste Schmerzmittel, Nackenmassagen, ich war beim Heilpraktiker und bei der Akupunktur-nichts half dauerhaft. Durch Zufall stieß ich mal wieder auf einen Artikel im Internet, der die Zusammenhänge zwischen Östrogen und Migräne erklärte. Da ich fast zeitgleich eine neue Frauenärztin hatte, fragte ich sie direkt dazu und sie bestätige mir, dass dies eine Ursache sein könnte und erklärte mir, dass Migränepatienten generell kein Östrogen zu sicher nehmen sollten. Das hatte mir bisher noch kein Arzt gesagt. Sie war es auch, die mich zunächst die Minipille austesten ließ, um zu sehen, ob es ohne Östrogen besser wird und mich letztendlich auf die natürliche Verhütung brachte. Was soll ich sagen, die Migräne ist nicht ganz verschwunden, aber deutlich seltener geworden. Wenn ich früher jede Woche einmal Migräne hatte, habe ich sie jetzt ca. 3 Mal im Jahr.

Die symptothermale Methode

Die symptothermale Methode, auch NFP nach Sensiplan genannt, ist eine natürlich Verhütungsmethode, bei der man den eigenen Zyklus beobachtet. Tatsächlich ist es nämlich so, dass es nur ca. 4-5 Tage pro Zyklus gibt, an denen man fruchtbar ist. Innerhalb des Zyklus kann man deutliche Temperaturverläufe erkennen sowie Veränderungen des Zervixschleims, so dass man die Tage des Eisprungs und somit der fruchtbaren Tage eingrenzen kann. Alles, was man braucht, ist ein spezielles Basalthermometer.

Da diese Methode nicht in den Körper eingreift, lässt sie sich sowohl zur  Verhütung als auch zur Empfängnisplanung nutzen.

Ein neues Körpergefühl ohne Pille

Außer der Verbesserung der Migräne habe ich für mich gemerkt, dass ich mehr mit meinem Körper im Einklang bin. Ich spüre deutlicher Veränderungen innerhalb des Zyklus, aber insgesamt fühle ich mich irgendwie wacher und habe das Gefühl, dass ich meinem Körper einfach etwas Gutes tue. Ich merke außerdem, dass ich sportlich mehr Leistung bringen kann als  vorher, sogar mehr als vor zehn Jahren.

Für mich war es eine der besten Entscheidungen, mich von der Pille zu verabschieden, vor allem weil es mir ein ganz neues Bewusstsein für meinen Körper gebracht hat. Und vor allem ist die natürlich Methode so einfach anzuwenden.

Am meisten gefällt mir, dass ich nun komplett frei von Medikamenten bin. Außer bei Bedarf (Migräne) mal eine Schmerztablette, nehme ich nun gar keine Medikamente mehr.

Einen schönen Sonntag, Jenny

Warum wir immer dicker werden

Deutschland wird immer dicker

Ich erinnere mich daran, als ich Kind war und die Erwachsenen immer davon sprachen, dass es im fernen Amerika unglaublich viele übergewichtige Menschen gibt. Ich erinnere mich auch, dass ich wohl ein bis zwei Freunde hatte, die ein wenig zuviel auf den Rippen hatten. Aber im Grunde waren doch alle meine Mitschüler normal bis sportlich schlank. Heutzutage sieht das anders aus (und nein, sooo lange ist meine Kindheit garnicht her). Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland ist nach neuesten Studien übergewichtig, fast ein Viertel sogar krankhaft – das, was Mediziner als „adipös“ bezeichnen. Bei Kindern und Jugendlichen sind ca. 15 Prozent übergewichtig, 6 Prozent adipös. Tendenz steigend. Wir werden immer dicker. Woran liegt das?Was machen wir mittlerweile anders als damals?Und was kann man dagegen tun?

Fertiggerichte

Ja, das hat man schon öfter gehört-Fertigessen macht dick. Warum? Einerseits hat ein Fertiggericht immer eine feste Portionsgröße. Wenn man für sich selber kocht und seinen Teller auffüllt, kann man meist seine ideale Portionsgröße abschätzen und einteilen. Eine vorgegebene Menge beim Fertigessen ist für den Durchschnittsbürger, der meist auch noch kaum sportlich betätigt, schlichtweg zuviel. Da man ja aber das Essen bezahlt hat, isst man es auch auf (sonst scheint ja nicht die Sonne,nech?). In selbstgekochtes hat man mehr Mühe investiert, so dass man Übrigebliebenes meist noch am nächsten Tag isst oder einfriert. Bei einem Fertiggericht ist dies oft nicht möglich.

Zum anderen enthalten Fertigerichte oft sehr viele „leere“ Inhaltsstoffe. Damit sind Inhaltsstoffe gemeint, die dem Körper nicht nutzen, sondern das Produkt lediglich auffüllen, um es billiger verkaufen zu können oder um produktionstechnische Vorteile zu erhalten. Viele Zusatzstoffe werden auch zugegeben, um ein Lebensmittel optisch ansprechender zu machen. Ein gutes Beispiel hierfür ist Brot. Brot wird gerne mithilfe verschiedener Zucker dunkler gefärbt, weil dem Kunden suggeriert wird, dass ein richtiges Vollkornbrot so dunkel wie möglich zu sein hat. In Wirklichkeit ist Vollkornbrot gräulich und damit einfach ein bißchen dunkler als weißes Brot. Und schon hat man mit zwei Scheiben Brot unbemerkt Zucker und damit überflüssige Kalorien aufgenommen.

Optimierte Lebensmittel

Wie bei dem Beispiel mit dem Brot werden viele Lebensmittel „optimiert“ oder wie ich es nenne „verschlimmbessert“. Die meisten Kinder, die heutzutage aufwachsen, kennen nichtmal mehr den Geschmack von ursprünglichen Lebensmitteln. So werden Obstsorten süßer gezüchtet als sie in der Natur eigentlich vorkommen. Die Bananen, die wir als so süß und lecker kennen, hat in ihrer ursprünglichen Form weitaus weniger Zucker und schmeckt eher mehlig. Auch die Ananas kenne ich als Kind noch ziemlich sauer, heute gibts überall nur noch Ananas supersweet. Zum Teil sind diese Veränderungen auf natürliche Mutationen zurückzuführen, aber zu einem sehr großen Teil werden Obstsorten genau so gezüchtet.

Gerade bei Obst- und Gemüsesorten gibt es natürlich auch ein großes Interesse daran, dass beides möglichst schnell wächst. Durch Züchtungen hat man die Möglichkeit, Obst und Gemüse in Rekordzeit wachsen und reifen zu lassen-zu Lasten der Nährstoffe, denn Vitamine, Mineralstoffe und andere Stoffe kann die Pflanze nicht so schnell bilden. Oft merkt man dann, dass die Tomate nicht mehr nach Tomate schmeckt, sondern einfach wässrig(was wiederum auch an ausgelaugten Böden liegt).

Ständiges Snacken

Hier mal ein Schokoriegel, da mal ein Bonbon und die berühmte Chipstüte vorm TV-wir geben unserem Körper einfach keine Ruhe. Immer, wenn wir etwas essen, auch wenn es noch so klein ist, muss die Bauchspeicheldrüse Insulin ausschütten. Und was passiert dann? Vereinfacht gesagt, ist Insulin dafür verantwortlich, dass Fett gespeichert wird. Sein Gegenspieler ist das Glukagon, welches Fett abbaut. Die beiden können aber nicht zusammen arbeiten. Das heißt, wenn wir andauernd essen, wird immer schön Fett eingelagert und kaum Fett abgebaut. Und wenn du nicht gerade ein Leistungsportler bist, macht sich das schnell auf deinen Hüftern bemerkbar. Und nicht nur das: irgendwann gibt deine Bauchspeicheldrüse einfach auf. Stell dr mal vor, du müsstest den ganzen Tag arbeiten und dann würdest du kurz vorm Schlafen gehen nochmal einen fetten Batzen Arbeit bekommen, der bis zum nächsten Morgen gefälligst abgearbeitet sein soll. Ganz schön anstrengend, oder?

Zu wenig Bewegung

Ja, auch das hat schon jeder gehört. Wir bewegen uns einfach zu wenig. Das fängt bei vielen mit der Arbeit an (jahaa, ich weiß-ich sitze auch gerade vorm PC). Darauf hast duerstmal wenig Einfluss, es sei denn, du möchtest einen Job machen, bei dem du mehr in Bewegung bist-dann solltest du das schleunigst tun. Das Hauptproblem liegt aber in unserer Freizeit. Das fängt bei Kindern an: damals war ich ständig draußen, auf dem Spielplatz, Fahrrad, Badesee oder besonders gern auf irgendeinem Baum.

Heute sieht man schon noch Kinder auf dem Spielplatz-am Rand sitzen mit dem Smartphone in der Hand. Aber viele sitzen doch viel lieber zuhause vorm TV oder vor der Konsole-ist ja auch viel zu kalt, zu nass oder zu heiß und zu trocken draußen;-) Die Erwachsenen haben meist jeder ein Auto, mit dem sie nicht nur zur Arbeit, sondern auch zum Bäcker und -besonders seltsam- zum Fitnessstudio fahren. Aber immerhin sind diese schonmal beim Fitnessstudio. Und was macht der deutsche Durchschnittsbürger abends?Mit Freunden ne Runde laufen gehen?Bowlen?Geocachen? Irgendwas, was wirklich Spaß und Bewegung bringt?Nein, bei den meisten ist es doch TV und Sofa. Und das schlimme daran ist eigentlich die Gewohnheit. Denn man gewöhnt sich schnell ein (meist ungesundes) Ritual an, was sich dann jeden Tag wiederholt und dann wird man dicker.

Raus aus der Komfortzone

Ja,ok-all das macht der Durchschnittsdeutsche, der nicht nur immer dicker wird, sondern auch immer mehr am Jammern ist. Dieses Problem bezieht sich nicht nur auf die physische Gesundheit, sondern immer mehr auch auf die Psyche. Von Unzufriedenheit über Depression bis hin zu Aggressivität begegne ich jeden Tag den verschiedensten Launen. Und so werden wir immer dicker, unzufriedender und „untoter“.

So, nun kommt die alles entscheidende Frage: Wer ist dafür verantwortlich?Und die unbequeme Antwort darauf: Du.Und zwar du ganz alleine.

Du entscheidest, ob du dein Leben so weiterführen willst oder ob du glücklich sein willst (wenn du es schon bist,Glückwunsch). Du entscheidest, ob du übergewichtig oder schlank bist. Du entscheidest, ob du deinen Tag mit positiven Affirmationen und Bewegung beenden willst oder dich mit RTL und Breaking News regelrecht zumüllst (ja,das tust du-du würdest es merken, wenn du es eine zeitlang anders machst).

Nimm dir jeden Tag kleine Schritte vor und vor allem, beobachte deine Gewohnheiten. Was tust du am Tag nur, weil du es jeden Tag tust und nicht, weil es dir gut tut oder dich voran bringt? Durchbreche diese Gewohnheiten und ersetze sie durch neue Gewohnheiten, die dir gut tun und dich deinem Ziel näher bringen. Der erste wichtige Schritt ist die Eigenverantwortung zu übernehmen. Der zweite ins Handeln zu kommen. Alles andere wird von alleine zur Gewohnheit.

Ich denke nicht, dass ich dir erzählen muss, was genau du tun musst, um einen gesunden Körper zu bekommen. Regelmäßige Bewegung, die Muskulatur fordern und möglichst frisch und selbstgekocht essen-so weit die Kurzform, die längere Variante würde hier den Rahmen sprengen. Was du jetzt tun kannst: hör auf zu lesen, hör auf zu jammern und werde aktiv:-)

Viel Spaß dabei, Jenny

 

Wie ich versehentlich einen Halbmarathon lief

Ich schaffe niemals einen Halbmarathon

Jedes Jahr im Herbst stehe beim jährlichen Marathon am Zuschauerrand und bewundere die Läufer,die an mir vorbeiziehen.Das mache ich schon seit Jahren so. Als ob ich mir selber immer wieder beweisen muss, dass ein Mensch so etwas schaffen kann. Denn obwohl ich schon seit über 15Jahren mehr oder weniger regelmäßig laufe, bin ich überzeugt, dass ich niemals, niiiiiiemals, so weit laufen könnte. Zumindest glaubte ich das bis zum letzten Sommer-bis ich selber die Halbmarathondistanz lief,ohne  es zu merken.

 

Wie geht das?

Jetzt fragt ihr euch bestimmt, wie kann man eine solche Leistung bringen, ohne es zu merken? Wie kann man so etwas denn aus Versehen schaffen? Nun, ich habe schon das ein oder andere Mal an einem Lauf-Wettkampf teilgenommen, meist 5km Funrun-Veranstaltungen. Und so kam es, dass mich eine Freundin und ehemalige Kollegin fragte, ob ich mit ein paar Kollegen aus meiner alten Firma gern bei einem Wettkampf dabei wäre. Genau gesagt, ein 24-Stunden-Lauf und die Strecke war nur 1,2 km.Und irgendwie schaffte es mein Kopf, die 24 Stunden auszublenden und ich sagte mir:“1,2 km, das ist ja garnix.Ich bin dabei!“

Eine echte Herausforderung

Wir waren mit neun Läufer dabei und wechselten uns immer der Reihe nach ab. Am Anfang lief es auch super und es machte einen Riesenspaß. Die erste Herausforderung war, sich die Nahrung gut einzuteilen. Ich musste natürlich genug Energie für Belastung bereit stellen, durfte aber wegen der schnellen Wechsel meinen Bauch nicht zu voll schlagen. Richtig hart würde es in der Nacht. Wir teilten uns in zwei Gruppen, so dass jeder ca. 2,5 Stunden schlafen konnte. Die anderen mussten in der Zeit natürlich doppelt soviel laufen. Bevor ich mich in meinen Schlafsack verkrümelte,duschte ich und zog mir gleich die neuen Laufklamotten zum Schlafen an.Als ich dann mitten in der Nacht geweckt wurde, fluchte ich zum ersten Mal, dass ich freiwillig so etwas mache. Ich stand zur Ablösung am Start und dann fing es auch noch an, zu regnen. Übermüdet, nass und hungrig lief ich trotzdem irgendwie zufrieden ins Ziel und gab den Staffelstab ab. Kurz danach fiel eine Läuferin aus der Gruppe aus und damit wurden die Pausen kürzer.

Ich schaffte noch drei oder vier Runden, dann fing auch ich an zu schwächeln. Ich dachte, das wars und das Laufen war für mich beendet. Ich zog mir etwas drüber und kuschelte mich in meinen Schlafsack, etwas enttäuscht, dass ich abbrechen musste. Aber nachdem ich mich eine Stunde ausgeruht und etwas gegessen hatte, spürte ich wieder Energie und stellte mich wieder an den Start und lief bis zum Schluss.

Ich lief an diesem Tag (für mich) unglaubliche 26 km! Es waren zwar einzelne Etappen, aber es war sogar mehr als ein Halbmarathon. Als mir das klar wurde, hatte ich einen Kloß im Hals.

Selbstsabotage und Mindset

Hätte ich vorher drüber nachgedacht, wieviele Kilometer das insgesamt sind, hätte ich nicht geglaubt, dass ich es schaffen kann-und hätte es sicher auch nicht geschafft. Ich habe mich ausgetrickst, ohne es zu merken und dadurch etwas gemacht, was ich nicht für möglich hielt. Alles, was man braucht, ist das richtige Mindset. Ich freu mich schon auf das nächste 24Stunden-Rennen und weiß beim nächsten Mal, dass ich es schaffen kann.

Sportliche Grüße, Jenny

Was ist gesunde Ernährung?

Fettfrei,zuckerfrei oder vegan

Jeder spricht heutzutage von gesunder Ernährung.Es gibt zahlreiche Bücher und Internetartikel über dieses Thema und alles scheint irgendwie widersprüchlich zu sein.Aber was genau ist gesunde Ernährung.Wie genau muss ich mich ernähren,um gesund zu sein?Nun,die Antwort darauf ist sehr individuell und hängt mit dem zusammen,was jeder Einzelne unter gesund versteht.

Wenn ich Menschen in meiner Umgebung frage, was gesunde Ernährung bedeutet, kommen am häufigsten Antworten wie „Wenig Fett,wenig Zucker,viel Gemüse und Eiweiß „. Im Grunde ist daran ja nichts falsch, aber die meisten vergessen meiner Meinung nach einen sehr wichtigen Punkt,der für mich zum gesunden Leben dazu gehört: die Lebensqualität. Es gibt sicher Menschen, die Spaß daran haben, jeden Tag penibel ihre Kalorien zu zählen und auf den Punkt zu trainieren (zum Beipiel leidenschaftliche Bodybuilder), aber tatsächlich ist sowas für die meisten doch eher lästig und frustrierend.

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Regel nummer 1: gesunde Ernährung soll spaß machen

Wenn du nicht zu den eben erwähnten Ernährungsfreaks gehörst, musst du erst einmal für dich eine Ernährung finden, die dir wirklich Spaß macht. Ja,sowas geht auch mit gesunder Ernährung. Dies ist letztendlich eine Einstellungssache: wenn du mit dem Gedanken herangehst „jetzt muss ich jeden Tag Salat essen und darf mir nie aus gönnen“,hast du das falsche Mindset. Gute, vollwertige Lebensmittel sind das,was du dir gönnst und was dir gut tut. Probiere einfach mal neue Rezepte aus, egal ob du den Fokus auf pflanzliche Nahrung, zuckerfrei oder fettarm legst-mach es eine Weile und schau, wie sich dein Körper verändert. Vielleicht nimmst du ab oder du fühlst dich energiegeladener. Vielleicht hast du auch allgemein weniger Hunger und fühlst dich einfach nur unerklärlich wohl in deiner Haut. Mal ehrlich,was kann man sich besseres gönnen als tägliches Wohlbefinden?

Gesunde Ernährung ist individuell

Klar, im Grunde sind unsere Körper alle gleich und funktionieren auch alle gleich. Aber trotzdem unterscheiden wir uns in Bezug auf genetischer Veranlagung, Tagesaktivität und geschmacklicher Vorlieben. Keiner sollte sich etwas reinzwängen, was er nicht mag oder sogar nicht verträgt ( ich erinnere mich gerade an eine Freundin, die sich Almased runtergekippt hatte und anschließend mit einem allergischen Schock in der Notaufnahme landete).

Vergleichen wir einen Leistungssportler mit einem Büroangestellten. Je nach Sportart kann der Sportler eine Menge schaufeln und verträgt auch schnelle Kohlenhydrate nicht nur gut, sonder braucht diese in manchen Fällen sogar (Marathonläufer). Würde der Büroangestellte dieselben Mengen essen, obwohl es kaum Bewegung in seinem Alltag gibt, würde er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zunächst Übergewicht bekommen und über längere Zeit ein hohes Risiko für Krankheiten wie Diabetes und Arterienverkalkung. Während der Leistungssportler eine gewissse hochkalorische Ernährung braucht, um diese umzusetzen und konzentriert zu bleiben, würde bei dem Büromenschen die Konzentration eher nachlassen und er würde sich vielleicht auf Dauer ständig müde und erschöpft fühlen. Bei wenig Bewegung ist daher eine leichte Ernährung mit angepasster Energierzufuhr am besten. Und dann kommen bei beiden Fällen noch die persönlichen Vorlieben dazu: mit oder ohne Fleisch, eher eine Süßschnute oder herzhaftes Essen.

Man sieht also:Ernährung ist individuell und kann daher nicht einfach so in einem Buch beschrieben werden.

Es gibt nicht „das gesunde Lebensmittel“

Klar gibt es Nahrungsmittel, die mehr Vitalstoffe enthalten und weniger Fett, Zucker oder Schadstoffe. Aber kein Lebensmittel hat das Alleinstellungsmerkmal als gesunde Nahrung. Selbst sogenannte Superfoods können niemals allein wirken, sondern immer nur eingebunden in eine vollwertige Ernährung. Und vollwertig heißt immer gemischt, von allem etwas. Oder wie heißt es so schön: „Iss jeden Tag einen Regenbogen“.Und wenn man dann noch auf möglichst natürlich unverarbeitet Nahrung zurückgreift, ist man auf der sicheren Seite. Einen guten Tipp habe ich mir von Slow Food abgeguckt: kaufe möglichst wenig oder sogar garnicht, was einen Strichcode hat. Auf dem regionalen Wochenmarkt geht das sehr gut und meist hat man sogar noch bessere Qualität für kleineres Geld.

Wenn du deine gesunde Ernährung finden willst, mache dir zunächst klar, was du damit erreichen willst. Willst du abnehmen, weniger krank sein oder insgesamt einfach mehr Energie für deinen Alltag?Setze dir Ziele und such danach deinen „Treibstoff“ aus. Und für den Turbo pimpst du deinen „Heizmotor“ oder auch Stoffwechsel genannt, mit einer guten Portion Sport. Ebenfalls einer, der dir Spaß macht natürlich-doch, auch den gibts für jeden:-)

Gesunde Grüße, Jenny

 

Zuckerfrei ins neue Jahr

Und nochmal, weil es so schön war

Nachdem ich mir dieses Jahr im November ja bereits eine zuckerfreie Zeit gegönnt habe und es mir damit wirklich gut ging, habe ich im Dezember mal wieder ein bißchen geschlemmt. Ich muss sagen, selbst in so kurzer Zeit kann man seinen Geschmackssin umschulen. Die ganzen Weihnachtsleckereien, die ich sonst so verschlungen habe, schmeckten mir plötzlich viel zu extrem. Auch meine geliebte heiße Schokolade ist irgendwie nicht mehr das, was sie mal war.

Vegane Weihnachtsschlemmerei

Die Eat Train Love Challenge

Viele von euch kennen bestimmt den Blog „Eat Train Love“. Die liebe Kristin führt jedes Jahr von Januar bis März ihre Jahreschallenge durch.  Die Challenge bezieht sich nicht nur auf die Ernährung, sondern ist ganzheitlich mit Sport und Persönlichkeitsentwicklung verbunden.

Im kommenden Januar steht alles unter dem Motto „Zuckerfrei und Clean“. Genau mein Ding. Ich habe bereits im letzten Jahr an der Challenge teilgenommen und es hat mir super gut getan. Zusammen mit einer so großen Community macht das ganze natürlich noch viel mehr Spaß.

Zuckerfrei ist dabei wie auch bei meiner letzten Challenge für jeden etwas anderes. Ich persönlich verzichte auf jeden Zucker, der nicht natürlich in ein Lebensmittel eingebunden ist. Also, Obst ist natürlich erlaubt, Marmelade auf dem Brötchen nicht.  Ich habe mir beim letzten Mal ein paar Rezepte überlegt, falls einen mal doch die Naschlust überkommt. Diese werdet ihr dann im Laufe des Monats hier finden.

Weitere Ziele

Ich möchte den Januar nicht zuckerfrei erleben,  sondern habe ich weiterhin auch vorgenommen, meinen Kaffeekonsum einzuschränken oder sogar mal für einen ganzen Monat einzustellen. Nicht unbedingt, weil ich Kaffee für super ungesund halte, sondern weil es für mich einfach so ein Gewohnheitsding geworden ist.

Zusätzlich mache ich wie auch im letzten Jahr eine Darmkur. Das heißt, ich nehme eine Darmreinigung ein, welche Flohsamen und Pflanzenteile mit Bitterstoffen enthält und so dem Darm sanft entschlackt. Dazu nehme ich ein probiotisches Präparat ein, um die gesunde Darmflora neu aufzubauen. Warum ein gesunder Darm wichtig ist und was das Immunsystem und das Körpergewicht damit zu tun haben, erkläre ich ein anderes Mal.

Auf die nächste zuckerfreie Runde, Jenny